Gedanken unserer Mitarbeitenden - jeden Montag neu!

Als ich damals hier in der Nordpfalz angefangen habe, hätte ich nie gedacht, dass ich so lange bleibe! Dass ich jetzt fast 15 Jahre Jugendreferent in Kirchheimbolanden bin, daran seid ihr, „meine“ Ehrenamtlichen, FSJler*innen, Bufdis und studentischen Hilfskräfte schuld!
Oft genug geht das „Danke-Sagen“ im Juz-Alltag unter. Aber was ihr für die Evangelische Jugend und für unsere Kirche leistet, finde ich einfach überwältigend! Beindruckt bin ich immer wieder auf welch hohem Niveau unsere Freizeiten und Veranstaltungen stattfinden! – Und wie selbstreflektiert ihr seid, wenn mal was nicht ganz so rund läuft. Ich danke euch für euer großes Verantwortungsbewusstsein, dass ihr immer da seid, wenn ich euch brauche, dass ihr mich in meiner Verrücktheit (z.B.: Matthias, wo sind denn die Trinkbecher? – Im Becherlager!) auch noch nachts um halb drei nach einem anstrengenden Freizeittag aushaltet! Danke, dass ihr meine Ideen mittragt, aber auch eure Ideen einbringt. Danke, dass ihr so selbstständig und selbstorganisiert arbeitet! Ich denke, dass sich so manches Gremium eine Scheibe davon abschneiden könnte, wie ihr Sitzungen der Evangelischen Jugend leitet! Danke an alle Mitarbeitende, die von außerhalb so viele Kilometer auf sich nehmen um hier mitzuarbeiten! Danke für euer Vertrauen und die unzähligen tiefgründigen Gespräche! Danke für euer mitdenken und #montagsdenken! Danke, dass so viele jetzt schon so lange dabei sind und danke, dass die „Neuen“ sich nicht von uns „alten Hasen“ abschrecken lassen! Danke, dass man mit euch so viel Quatsch machen kann, aber auf der anderen Seite auch in absoluter Stille bei der Andacht in eine Kerze oder ins Lagerfeuer schauen kann! Danke für die unzählig vielen Gottesdienste, die ihr gestaltet habt – und danke für das grandiose Juziläum! Danke, dass ihr auch in den jetzt schwierigen Zeiten alles was möglich und sinnvoll war mit mir umgesetzt habt und Danke, dass durch euch die Evangelische Jugend im Lockdown zumindest im Netz präsent war!

Danke, dass es euch gibt! Euer‚ #montagsdanker Matthias

In den letzten Wochen, suche ich andauernd nach einer neuen Uhr. Eine stilvolle und analoge alternative zu meiner smarten Variante.
Doch neben der Funktion als Accessoires soll das Ding natürlich zuverlässig die Zeit anzeigen. Jederzeit will ich wissen können, ob ich gut in der Zeit liege oder mich langsam hetzen sollte oder doch noch entspannt etwas auf der Couch sitzen bleiben kann. 
Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch jeder von euch immer eine Uhr bei sich hat. Und wenn es nur das Handy ist. 

Ohne eine Uhr wäre ich in meinem Alltag vermutlich komplett aufgeschmissen. Ich würde zu lange im Bett liegen bleiben, zu jedem Termin zu spät kommen und erst garnicht raffen, dass mein Training schon angefangen hat. Ohne Uhr wird es auch verdammt schwer Verabredungen mit Freunden zu treffen. 
Je länger ich drüber nachdenke, umso mehr negative Szenerien fallen mir ein. 

Aber machen wir uns nichts vor. Auch eine Uhr zu haben bringt schlechtes mit sich. Sie bringt Hektik und Zeitdruck in unser Leben. Es wird erwartet, dass man immer pünktlich ist. Es gibt auch beschissene Zeiten, in denen fehlt sogar die Zeit, sich auf sich zu konzentrieren. In sich zu gehen oder einfach das zu tun, worauf man gerade Lust hat.
Gelegentlich komme ich in solchen Situationen in diese unrealistischen Gedankenspiele wie: Eine Uhr, mit der man die Zeit anhalten, verlangsamen oder sogar vor- und Zurückspulen kann, wäre einfach heftig nützlich!

Stellt euch das mal vor! Ihr seid in einem verhassten Fach in der Schule oder bei einem unfähigen Lehrer und könnt einfach die Stunde skippen. 
Und dann denke ich aber wieder, wenn ich alle langweiligen oder schlechten Zeiten überspringen und einfach ignorieren könnte, dann würden doch auch die Schönen Momente unglaublich an Bedeutung verlieren. Nichts wäre mehr besonders und wir würden ein riesiges Spektrum an Gefühlen und Erfahrungen einfach aufgeben. 
Ich glaube das will ich garnicht.
Umso schöner sind die Situationen, in denen wir das Gefühl haben, dass die Zeit still steht. Das für den Moment alles Perfekt ist. Wenn ihr das nächste mal einen solchen Moment wahrnehmt, dann sagt danke dafür! Danke zu Gott und für alles, was das Leben abwechslungsreich macht.

#montagsdenker Simon

Manche kennen das bestimmt und viele von uns haben schon mal daran gedacht oder das zumindest mal gemacht. Sich an das vergangene Jahr erinnert und neue und positive Vorsätze für das neue Jahr gesammelt, die man unbedingt für das neue Jahr umsetzen möchte.
Die berühmtesten Vorsätze die von den meisten Menschen auf ihre To-Do Liste geschrieben werden sind wahrscheinlich ein paar Kilos verlieren, mehr Sport machen oder sich generell kreativ mehr auszuleben. Aber am Ende werden diese Vorsätze für das neue Jahr bereits in wenigen Tagen wieder gebrochen und man erinnert sich nicht mehr daran oder verspricht, dass man es einfach nächstes Jahr macht und schiebt somit die Vorsätze immer wieder vor sich hin, anstatt es durchzuziehen. Ist natürlich leichter gesagt als getan. Einfach mal durchziehen.
Ich gebe zu, dass ich mir auch so einige Vorsätze für das vorherige Jahr aufgestellt und sie am Ende nicht mal gepackt habe. Diesmal nahm ich mir auch wieder etwas vor. Wie jedes Jahr möchte ich mehr Sport machen, abnehmen und mich gesund ernähren. Aber diesmal stehen auch andere Sachen dabei wie beispielsweise ein bisschen mehr auf Social Media zu verzichten, den Führerschein nach dem drölften Mal endlich zu packen und vielleicht das ein oder andere Buch zu lesen. Die Social Media Pause versuchte ich direkt am 01.01.2022 und deaktivierte mein Instagram und stellte alle Mitteilungen aus. Es klappt echt gut. Jedoch beendete ich das nach einer Woche. Es tat dennoch echt gut nicht so krass abhängig davon zu sein.
Das Jahr ist natürlich noch super lange und in dieser Zeit kann man noch einige Vorsätze packen, die man sich am Anfang des Jahres aufgestellt hat. Aber ist man am Ende dann auch wirklich glücklich, wenn man alles erreicht hat und keinen Punkt mehr auf seiner Liste hat? Manche machen das sicherlich für sich, aber es gibt bestimmt auch Menschen die sich Vorsätze vornehmen um anderen zu gefallen.
Gott ist das komplett egal, denn er liebt dich auch so wie du bist. Für ihn musst du dich nicht verändern, damit du ihn mehr gefällst.
Du bist klasse so wie du bist.
Hab noch ein schönes und erfolgreiches Jahr
#montagsdenker

Es ist zwar nicht Montag aber Heilige Drei Könige.
Das ist ein Feiertag trotzdem müssen wir zur Arbeit oder in die Schule aber in einigen anderen Bundesländern ist frei genauer gesagt in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt.
Wenn ihr heute oder in den nächsten Tagen Könige, Königinnen und Sterne auf den Straßen seht die die Häuser bemalen dann sind das vermutlich Caspar, Melchior und Balthasar aber natürlich nicht die echten sondern Sternsinger. Die „echten“ sind nämlich einige der ersten die Jesus sahen auch bekannt als die 3 weisen aus dem Morgenland oder Sterndeuter die ihr wahrscheinlich aus der Weihnachtsgeschichte kennt. Sternsinger gehen von Haus zu Haus singen oder sprechen etwas vor und segnen das Haus fürs neue Jahr normalerweise jedenfalls... .Das sieht man dann auch an den Türen entweder mit Kreide oder etwas neuer mit Aufklebern. Dieses Jahr steht dann dort 20*C+M+B*22.
Meißens werden auch spenden gesammelt die an Kinder gehen denen es nicht so gut geht.
Meist wird dies von katholischen Gemeinden organisiert aber eigentlich ist es ein Feiertag für alle Christen.
Ich war selbst einige Jahre Sternsinger es macht Spaß, die Leute freuen sich auch und wenn man Glück hat bekommt man noch ein paar Plätzchen oder Schokolade die noch von Weihnachten übrig sind. Das alles ist eine schöne und wärmende Abwechslung zu dieser Jahreszeit.
≈ Ella

Freundschaft.
Wahre Freundschaft bedeutet so viel mehr  als nur einen anderen Menschen kennen. Es bedeutet so viel mehr als nur zu wissen, was ein anderer mag oder was er nicht mag. Freundschaft ist eine tiefe Verbundenheit, ein Gefühl des Zusammenhalts. Freundschaft bedeutet sich dem anderen anvertrauen zu können, das Gefühl von Geborgenheit zu bekommen und angenommen zu werden. 
Blindes Vertrauen. Liebe.
Manch einer lässt sich gerne einmal zu der Aussage hinreißen: Freunde sind die Familie, die wir uns selbst aussuchen können.
Ich sage: Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. 1 Johannes 4:7

Welchen Monat verbindet ihr mit „finster“? Bestimmt den November, stimmt´s? 
Der Monat, mit dem wenigsten Tageslicht ist aber der Dezember. Gleichzeitig erstrahlt er wegen der Weihnachtszeit und dem regen Treiben in den Geschäften am intensivsten mit künstlichem, bunten Licht. 
Wir verbringen mehr Zeit mit Familie und Freunden, sind oft unterwegs, freuen uns auf die anstehenden Feiertage. Positive Emotionen stehen klar im Vordergrund. 
Jedoch ist die messbare Licht-Menge für das tatsächliche Empfinden des Lichtes und der Glücksgefühle gar nicht wichtig. Eine kleine Kerze kann mehr Licht in die Seele zaubern als ein 100W-Strahler. Und dann gibt es natürlich einen „Beleuchtungsfaktor“ für die Seele, der mit dem äußeren Licht gar nichts zu tun hat: 
Im Gegensatz zu den November-Feiertagen setzt die Adventszeit die Geburt Jesu in den Mittelpunkt, da denken wir eher an helle Sachen. Oder würdet ihr Baby-Bettwäsche und Strampler in schwarz wählen? Eher nicht. All das macht aus dem dunklen Dezember einen fröhlichen Monat. 
Das Licht spielt dabei eine große Rolle. Ein kleines Licht bietet Orientierung, kann den ganzen Raum erhellen. Ohne das Licht kämen wir uns verloren vor. Ganz viele Lichter geben uns noch mehr davon. Es ist wichtig in der Gemeinschaft zu leben – sich gegenseitig zu helfen und Orientierung zu geben. Niemand muss sich auf verlorenem Posten fühlen. 
Licht gibt uns inneres Wohlbefinden. Wenn helles Licht in uns ist, dann fühlen wir uns auf der Sonnenseite des Lebens, die Stimmung ist heiter, wir strahlen Freude aus, die Augen leuchten. Uns geht es gut! 
Meist fällt es einem erst auf, wenn das Licht fehlt. Dann ist das Herz verdunkelt - auf unserem Gemüt liegt ein Schatten. Doch erst in der Dunkelheit strahlt ein Licht so richtig hell. Erst in der Finsternis sind wir dankbar für das Licht. Und erst in der Kälte schätzen wir die Wärme.  
Die Bibel zeigt uns: Gott bringt Licht ins Leben - Geborgenheit, Erkenntnis und Freude. Denn Gott wendet sich den Menschen zu, lässt sie auch im Finstern nicht allein. 
Daher nutzt die gesamte Kraft des Lichtes, um euer Gemüt zu erhellen und vielleicht sogar die eurer Mitmenschen! 
Fröhliche Weihnachtstage! 
Euer Daniel

Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet die dritte Kerze brennt!
Nun trag eurer Güte hellen Schein
Weit in die dunkle Welt hinein.
Freut euch ihr Christen, freuet euch sehr!
Schon ist nahe der Herr.

Gestern war der dritte Advent. Drei Kerzen brennen am Adventskranz. Bald schon ist Heiligabend und am Freitag hat es auch zum ersten Mal diesen Winter geschneit. 
Neben allem was im normalen Alltag passiert warten die Christ*innen auf die Geburt von Jesu Christi. Advent kommt vom lateinischen „adventus Domini“, also Ankunft des Herren. Aber wie genau wartet man denn auf die Ankunft des Herren?
Jeden Sonntag zünden wir eine Kerze mehr am Adventskranz an, ein Brauch seit 1939. Er symbolisiert das Licht mit dem Christus auf die Welt gekommen ist.
Seit 1920 öffnen wir jeden Tag im Dezember ein Türchen, bis dann endlich das 24ste geöffnet ist. Bis endlich Heiligabend ist.
In der Kirche singen wir die typischen Adventslieder wie „Macht hoch die Tür“ oder Tochter Zion“.
Wir zählen die (Sonn-)Tage. Aber schon ab Oktober kann man Plätzen und Lebkuchen kaufen. Adventskalender verbergen nicht mehr nur Schokolade, sondern komplette Spielzeugsets hinter ihren Türchen. Dabei geht vielleicht der ursprüngliche Gedanke der Adventszeit verloren. Alles ziemlich kommerzialisiert, oder?
Früher war die Adventzeit, wie auch die Zeit vor Ostern, eine Fastenzeit. Sprich das genau Gegenteil von dem was heute in der Adventszeit passiert. Diese Fastenzeit dauerte vom 11.11 bis zum 6.1. in dieser Zeit, der „geschlossenen Zeit“ durfte weder getanzt noch gefeiert werden.
Heute hat der Advent 4 Sonntage. Jeder davon steht für 1000 Jahre. Also insgesamt 4000 Jahre, solange muss die Menschen nach dem Sündenfall im Paradis auf den Erlöser warten. Seit dem 7. Jhd hat der Advent also 4 Sonntage, an denen wir je eine Kerze anzünden.
Wir warten auf Jesu Christi, den Herrn. Ob wir das nun mit 24 Türchen am Kalender oder mit vier Kerzen am Kranz oder mit beidem tun ist egal. Wir freuen uns auf das Weihnachtsfest und die Geburt Jesu. Wir genießen die Zeit mit Lebkuchen und Plätzchen.

In diesem Sinne gehe ich jetzt und mache Türchen 13 an meinem Schokokalender auf!
Euer #montagsdenker Pia

Für mich ist die Hängematte DAS Symbol für Entspannung. Für einen Moment die Welt um sich vergessen, die Augen schließen. Dann stelle ich mir vor, dass ich am Meer bin. Eine sanfte Brise weht, die Palmzweige spenden Schatten.
Im Urlaub fällt es mir leicht abzuschalten. Aber im Alltag fehlt mir die nötige Gelassenheit. Ein Termin jagt den nächsten und das Mail-Postfach ist noch lange nicht leer. Innere Durchhalteparolen treiben mich jedoch weiter an.
Dann kommt der Urlaub. Endlich Zeit, die Füße hochzulegen und den Kopf abzuschalten. Es stellt sich ein Gefühl der Erholung ein. Gerne würde ich dieses Urlaubsgefühl konservieren, denn im Alltag vermisse ich diese Gelassenheit sehr.
Da fällt mir ein Sprichwort ein: „Man muss erst lassen können, um gelassen zu sein“.
Was heißt das? Ich verstehe das so: Wer loslassen kann - zum Beispiel seine Sorgen/Ängste - hat die Chance gelassen zu sein. Wer gelassen ist, kann auch gewisse Dinge hinnehmen, wie es in einem Gebet heißt: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann“.
Gelassenheit kommt eigentlich von dem mittelhochdeutschen Wort „Gelassenheit“ und heißt so viel wie „Gottergebenheit“. Sich Gott oder seinem Schicksal zu ergeben - klingt als würde man resigniert aufgeben, weil all die Mühen doch sinnlos sind. Aber Gelassenheit ist weder antriebslos noch gleichgültig. Es wäre sogar zynisch, Opfern von Krieg und Gewalt oder auch trauernden und leidenden Menschen zu sagen, sie sollten es gelassen hinnehmen.
Wenn ich gottergeben gelassen bin, überlasse ich mich Gott. Dann überlasse ich mich Gott in dem Glauben daran, dass es gut wird, weil Gott es gut mit mir meint. Denn Gott hat allem auf dieser Welt seine Zeit bestimmt.
Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit. Weinen, lachen, klagen, tanzen – alles hat seine Zeit. Wenn ich weiß, dass meine Zeit in Gottes Händen steht, kann ich gelassen sein, weil ich weiß, dass in allem auf dieser Welt Gott bei mir ist.
Ich möchte mehr Hängematten-Momente in meinem Alltag. Momente, die nicht fragen, ob ich genug geschafft habe, sondern in denen ich einfach sein darf, weil ich weiß: „Meine Zeit steht in Gottes Händen"
#montagsdenker Daniel

„Ich laufe. Ohne Ziel und ohne Pause. Fühle mich hier nicht zuhause. Und ich laufe.“

„ Suche nach mir selbst, suche nach mir selbst. Frei und allein auf der Suche nach mir selbst.“
Wer bin ich eigentlich? Diese Frage hat sich die junge Rapperin Nura in ihrem Leben schon oft gefragt. Sie war schon oft auf der Suche. In jungen Jahren von daheim abgehauen, bis sie schließlich in Berlin landete. Und selbst dort hat sie sich nicht gefunden.
Ich glaube Nura ist nicht die einzige Person die nach sich selbst sucht oder manchmal nicht genau weiß wer man überhaupt ist. Viele Menschen wissen nicht genau wer sie sind. Manche finde den Weg schon recht früh und manch andere suchen ihr ganzes Leben. Sie suchen nach ihrer Identität, nach ihrer Sexualität oder nach ihrer Bestimmung. Durch verschiedene Ereignisse in ihrem Leben können sie Stück für Stück mehr über sich erfahren.
Viele finden den Weg zu sich durch Religion, verschiedene Interessen oder anderen Faktoren. Manche versuchen auch wie andere Menschen zu sein. Versuchen sich zu kleiden wie Idole und verhalten sich wie Menschen die sie wundern und denken, dass sie dadurch den Weg zu sich selbst finden. Nura sang auch in ihrem Song: „Anders zu sein als die anderen ist doch kein Fehler.“ Jeder ist individuell und entwickelt somit sein ganz eigenes selbst, das er jedoch erst finden muss.
Es ist aber nicht schlimm, wenn man anfangs nicht weiß wer man überhaupt ist und erstmal auf die Suche gehen muss. Ich kann es manchmal auch nicht genau sagen wer ich bin.Das kann durchaus passieren und damit ist man auch nicht alleine. Jeder hat mal seine ganz eigenen Identitätskrisen. Und auch wenn die suche länger geht, sollte man damit nicht aufhören. Du wirst dich im Laufe deines Lebens finden und vielleicht auch mal wieder verlieren. Am Ende findet sich jeder und Gott weiß das und hilft dir bei der Suche. Er nimmt dich so wie du bist.
#montagsdenker Gregor Nunweiler
Gehalten beim Mitarbeiter*Innenforum 2021

Letztens habe ich darüber nachgedacht was Freiheit ist. Freiheit ist ein Wort bei dem wir glauben, dass man es nicht klar definieren kann. Wenn man es bei Google eingibt, kommt da als erstes ein Wikipedia Abschnitt der lautet: Freiheit (lateinisch Libertas) wird in der Regel als die Möglichkeit verstanden, ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten auszuwählen und entscheiden zu können.
Wir sind aber der Meinung, dass noch sehr viel mehr hinter diesem Wort steckt. Wir haben die Freiheit zu tragen, zu essen oder zu machen was wir wollen. Allerdings haben wir auch Freiheiten wie Fehler zu machen zu dürfen oder die Menschen zu sein die wir wirklich sind. Wir dürfen unsere Meinung sagen und müssen nicht in irgendein Ideal passen
Durch Corona wurden uns viele Freiheiten genommen, bei denen wir früher nicht daran gedacht hätten, dass es Freiheiten sind. Auf einmal durften wir nicht mehr raus, unsere Freunde sehen und noch nicht einmal zur Schule oder Arbeit gehen. Wenn wir doch einmal das Hausverlassen mussten, mussten wir Masken tragen. Nachdem die Regeln nach und nach gelockert wurden, waren wir für alles dankbar was wir wieder durften. Das wir uns hier jetzt so auf der DMF treffen können ist auch eine Freiheit. Für uns ist klar, dass irgendwo irgendwann jemand für jede Freiheit die wir haben gekämpft hat.
Vor allem in Zeiten in denen wir nicht frei sind merken wir wie sehr wir Gott brauchen. Selbst in Zeiten in denen wir unsere Freunde nicht sehen konnten, war Gott für uns da, denn Gott ist immer da.
Amen.
#montagsdenker Meret und Fynn
Gehalten auf der DMF 2021

Als Martin Luther anfing, seine Kirche zu verändern, hat er das getan „aus Liebe und Eifer für die Wahrheit”. Die Wahrheit, die er entdeckt hatte, war: Gott liebt mich, genauso, wie ich bin. Dafür kann ich nix tun, dafür brauch ich nix zu tun, das ist geschenkt, einfach so. Von da aus nahm er seine Kirche unter die Lupe und stellte fest: Machtgelüste, Angstmacherei, Drohung mit Höllenstrafen, Geldscheffeln, all das, was Alltag war in seiner Kirche, das passt nicht zu dem Gott, den er grade erst in der Bibel entdeckt hatte.
Frage an uns: Wie muss unsere Kirche sein, dass sie zu diesem Gott passt? 
Gott hat mich so geschaffen wie ich bin, und so bin ich gut. Vor ihm brauche ich mich nicht zu verstellen. Und mit dieser Gewissheit gehe ich ins Leben und zeige – Gott liebt mich und steht hinter mir. Auch die Kirche soll hinter mir stehen. Wenn ich ein Problem habe, ist für mich wichtig: Ich kann zur Kirche gehen und werde dort mit offenen Armen empfangen.
Kirche muss einladend sein für alle! Alt und Jung, ganz egal welche sexuelle Orientierung, ob arm oder reich – Wir müssen wieder lernen auf die Menschen zuzugehen!
Ich wünsche mir einen Ort, an dem die Menschen sich freundlich begegnen. In der Kirche, in der Nächstenliebe einen so hohen Stellenwert hat, hoffe ich diesen Ort gefunden zu haben.
Ich brauche auch einen Platz für Experimente: Sich zu entfalten, sich Auszuprobieren, auch mal den falschen Weg zu gehen, gehört zum Leben dazu. Die Kirche soll dabei an meiner Seite stehen.
Kirche soll sich verändern dürfen, denn kein Jahr wie das Vorherige. Und trotz aller Veränderung haben wir Traditionen, die wir ehren sollten. Traditionen in der Kirche würdigen und zeitgleich die Gestalt der Kirche anpassen. Bewahren und Verändern – beides gehört dazu.
Kirche muss sich verändern, ohne sich zu verbiegen. Eine Kirche ohne Gemeinschaft ist wie ein Regenbogen ohne Farbenpracht. Gemeinschaft ist ein unverzichtbarer Bestandteil, wenn sie fehlt, fehlt auch Liebe und Zusammenhalt. Und so eine Kirche ohne Liebe und Zusammenhalt passt nicht zu unserem Gott.
Ich wünsche mir, dass die Menschen, die in die Kirche gehen, sich mit Gott verbunden fühlen. Sie sollen verstehen, was in der Bibel steht, wie es gemeint ist. Nachhause gehen und was für die Woche, das Leben mitnehmen.
Ich brauche auch etwas Vertrautes. Das Gefühl, nach Hause zu kommen, in meine Heimat. Dahin, wo die Menschen mich kennen und wo ich die Menschen kenne. Einfach ein Ort, wo ich mich wohlfühle.
Für alle Jugendlichen wünsche ich mir eine Kirche, die sie mitnimmt und Wege zeigt, um Gott zu entdecken und sich selbst zu verwirklichen. Sie soll begeistern und ermutigen. Meine Kirche muss es schaffen, Jugendliche mit Liebe und Unterstützung sensibel zu machen und in die Gemeinschaft einzubinden.
Wenn unsere Kirche eine Kirche sein soll, in der wir uns alle wohlfühlen, die den Gott widerspiegelt, den Martin Luther entdeckt hat, ist es unser aller Aufgabe an Luthers Reformation weiterzuarbeiten, denn die Erneuerung unserer Kirche ist eine Dauerbaustelle.

 

#montagsdenker

gekürzt von Matthias Vorstoffel

Ich war 11 als ich mein erstes Smartphone bekommen habe. 2010 hatte noch niemand aus meiner Klasse Whats App oder Instagramm. Trotzdem war ich fasziniert von dem kleinen Gerät. Im Vergleich zu dem Handy, was ich heute benutze ist es aber echt alt und technisch weit zurück. Eines haben sie aber gemeinsam: Man kann mit ihnen telefonieren, ich stelle aber immer wieder fest, dass ich ziemlich selten telefoniere. Ich schreibe fast immer eine Nachricht.

Ich scrolle stundenlang durch Instagram und Co., wenn ich nichts anderes zu tun habe. Es ist meist das naheliegendste, man hat es ja eh fast immer bei sich. Wenn ich so drüber nachdenke echt schade. Dabei kann ich auch ganz gut ohne mein Handy, wenn ich z.B. im Erdbeertal bin. Denn dort gibt’s es keinen Empfang. Im Sommer war ich dort zu Besuch und als ich wieder nach Hause gefahren bin sind alle Nachrichten auf einmal angekommen als ich wieder Empfang hatte. Zu Hause angekommen habe ich festgestellt, dass ich in diesen knapp 9 Stunden nichts Weltbewegendes verpasst hatte.

Johannes Oerding singt in seinem Lied „Anfassen“ genau davon. Fast jede*r von uns hat ein Handy und benutzt täglich viele Stunden das Internet. Dadurch verlieren wir stückweise den Bezug zum echten Leben. Wir sehen Menschen die vermeintlich alles haben. Dabei ist es nicht normal immer das neueste und teuerste Smartphone zu haben oder nie schlecht drauf zu sein. Wir kommunizieren die meiste Zeit online mit Menschen, die wir noch nie im echten Leben gesehen haben, aber auch mit Menschen, die wir persönlich kennen. Johannes Oerding nennt das Internet, das kalte Lichtermeer, in dem wir uns immer mehr verlieren.

Die Zeit, die ihr mit anderen Menschen im realen Leben habt, ist wertvoll. Viel wertvoller als eine Whats App Nachricht. Ein gutes Gespräch unter Freunden, zusammen auf ein Konzert gehen oder eine gemütlicher Abend bleiben auch ohne Fotos und Videos davon im Gedächtnis hängen.

Um es mit den Worten von Johannes Oerding zu sagen: Komm lass mal wieder 'n bisschen reden. Und die Köpfe wieder hochnehmen

 

#montagsdenker Pia

Danke für die Flügel
Danke für die Flügel
Die du mir gegeben.
Ich will sie gebührend
In den Himmel heben.

Danke für die Sonne
Und den Regen.
Jede Jahreszeit
Ein grosser Segen.

Danke für den Tag
Ich lebe Hier und Jetzt.
Was er auch bringen mag
Liegt in deinem Gesetz.

Danke für die Aufregung
Und die Sorgen.
Alles hilft beim Werden,
Alles ist geborgen.

Danke für die Liebe
Und die Zärtlichkeiten.
Leben ist Lieben
Und werden in Vergänglichkeiten.

Danke für die Flügel !

Verfasst von Monika Minder

#montagsdenker

ausgesucht von Joel Rummer

Heute haben bei uns, in RLP, die Herbstferien angefangen -Woohoo!
Habt ihr schon irgendwelche Pläne für die Ferien? Schreibt sie gern in die Kommentare. Vielleicht inspirieren sie ja andere, die keinen Plan haben.

Beispielsweise engagiere ich mich in der ersten Woche bei der Herbstschule, wo Schüler*innen vergangen Unterrichtsstoff wiederholen und vertiefen können.
Außerdem möchte ich mich mit meinen Freunden treffen, die ich durch Uni und Ausbildung schon lange nicht mehr gesehen habe. Vielleicht gehen wir etwas essen oder trinken. Oder wir machen einen gemütlichen Abend an welchem wir quatschen, Spiele spielen und lecker essen.
In der zweiten Woche fahre ich spontan mit meiner Familie in Urlaub. Darauf freue ich mich schon besonders, da ich schon seit ein paar Jahren nicht wirklich weg war. 
Wie sieht es bei euch aus? Wart ihr während der Pandemie weg?

Dann sind die Ferien in zwei Wochen auch wieder vorbei…

Ich hoffe ihr habt alle eine tolle Zeit, tolle Ferien mit schönen Erlebnissen!

~Michelle

Im März 2001 hat unsere JUZ zum ersten Mal ihre Türen geöffnet. Seitdem haben wir, (ehemalige) Teilnehmer*innen, (ehemalige) ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, alte und neue Hasen viel erlebt. Für uns ein großer Grund zu feiern. Gesagt, getan: am 11. und 12. September haben wir unsere JUZ gefeiert und all die Erlebnisse aufleben lassen, die wir feiern durften. Gesammelt wurden unsere schönsten JUZ-Erlebnisse, die wir unbedingt mit euch teilen wollen.

Wenn man die kleinen Zettel liest, wird wieder deutlich, wie vielfältig die JUZ und die Menschen, die in ihr zusammenkommen, sind:

 

"Konfifahrt mit Pia & Ally (& Viktor)"

"Konfifreizeit"

"Konfi-Freizeit mit Pia, Ally, Yannik & den Pfarrern"

"Ich sag 'Disco', du sagst 'Daniel', 'Disco, Disco, Daniel, Daniel'"

"Pizza mit Käserand, Erste Frage, Flunkyball"

"Bundesfreiwilligendienst :) und alles was danach kam, eigentlich alles"

"Kirchentag, Herbstfreizeit als Mitarbeiterin"

"Mein schönstes JUZ-Erlebnis war die erste DMF (2019) und dort unsere super Gesangseinlage"

"Wenn alle Teilnehmer schlafen, Grundkurstag"

"Grundkurstag"

"Die Abende nach dem Programm am Grundkurs"

"Mitarbeiterausbildung 2015/16"

"Das Jugendzeltlager 2014"

"Hobbygruppe Armbänder von Pia, Lagerfeuerlieder"

"Der Wahnsinns Abend den ich zusammen mit Hannah geplant habe"

"Sockentheater Erdbeertal 2015"

"Der Wahnsinns-Abend Jugendzeltlager - Normal ist das nicht"

"ÄBBERDAAL!"

"Zusammenhalt im MA-Team Jugendzeltlager 2021"

"Helikopterfreiflug, Lagerfeuer, Gemeinschaft"

"Als ich in die Brennnessel gefallen bin, während wir Flaggenjagd gespielt haben"

"Die schönen Stunden im Zeltlager am Lagerfeuer und das schöne Zusammensein an der DMF"

"Abendprogramm mit Martin 'Wie viel Wahnsinn steckt in dir?'"

"Sams-Spieleabend Erdbeertal Teenagerzeltlager 2018"

"Die Halloweenparty am letzten Abend Jugendzeltlager '15"

"Spieleabend von Alex und Jonas (T)Raumschiff Surprise"

"Peter hat Vollautomat (Kaffee) mitgebracht; Als Alex und ich mit dem Käfer an die Blockhütte gefahren sind (dem Fußweg)"

"Dieser Abend mit diesen tollen Menschen, dich ich kennenlernen durfte."

"Juziläum"

 

#montagsdenker

Abgetippt von Jacky

Am 29. September ist Michaelistag, also genau eine Woche nach der Tag- und Nachtgleiche,  dem Termin, ab dem die Nächte wieder länger als die Tage sind. Früher haben die Menschen in der aufziehenden Dunkelheit das Wirken böser Mächte gesehen. Der Michaelistag erinnert an die Macht Gottes über Kälte, Unbarmherzigkeit und Tod. Und Michael gilt ja als der Fürst der Engel. Weil mit ihm die dunkle Jahreszeit beginnt, in der man bei Kunstlicht arbeiten muss, gilt er als Lichtbringer in der Dunkelheit. So beschreibt ihn auch Phil Bosmans, Schriftsteller und Seelsorger: „Ein Engel ist jemand, den Gott dir ins Leben schickt, unerwartet und unverdient, damit er dir, wenn es ganz dunkel ist, ein paar Sterne anzündet.“

Engel „boomen“ ja schon längere Zeit, es gibt sie als Handschmeichler, als Anhänger, als Dekomaterial. Manchmal ist es mir zu viel Kitsch, zu viel Kommerz. Aber ich liebe die biblischen Engelgeschichten. Mitten in der Dunkelheit, wenn es bedrohlich ist um die Menschen herum, tauchen sie auf – oder wenn Erlebtes in Träumen verarbeitet wird. Als die drei Weisen nach ihrem Besuch beim neugeborenen Jesus wieder zurückkehren, träumen sie in der Nacht, und es erscheint ihnen ein Engel, der ihnen sagt: Nehmt einen anderen Weg, damit ihr nicht Herodes begegnet, denn der will das Kind töten. Und sie hören auf ihn. Als Jakob vor seinem Bruder Esau flieht, den er betrogen hat, erscheint ihm im Traum eine Himmelsleiter, auf der Engel auf- und niedersteigen. Die Geschichte zeigt: Engel bringen Botschaften Gottes zu uns Menschen, und sie bringen unausgesprochene Gebete von den Menschen zu Gott.

Aber Engel begegnen auch am helllichten Tag, sie ermutigen, wenn sie sagen „Fürchte dich nicht“, sie lenken den Blick auf etwas, was jenseits unseres Alltags und unserer vermeintlich begrenzten Möglichkeiten liegt. Und diese Engel sind nicht unbedingt übernatürliche Wesen, sondern oft ganz irdische Zeitgenoss*innen.

Ich wünsche und allen inspirierende Engelbegegnungen.

 

Marie-Luise

Liedandacht zu Blau von LUNA #Montagsdenker

„Schon im Kindergarten hab ich blau getragen.“ In unserer Gesellschaft gibt es verschiedene Stereotypen, die sich etabliert haben. Rosa und Pink sind für Mädchen Blau und Grün sind für Jungs. Wenn man zur Geburt eines Mädchens etwas schenkt ist es meistens ein Strampler in Rosa und bei Jungs meistens in Blau. Dabei gibt es viele Mädchen die Rosa gar nicht mögen. Oft denke ich dabei an meine Schwester, die lieber mit Jungs Fußball gespielt hat und kein Rosa oder Pink anziehen wollte. Luna singt in ihrem Lied von den Stereotypen mit denen sie konfrontiert wurde, dass sie Aufsehen erregt hat, weil sie blau getragen hat. Aber was ist eigentlich typisch Mann und typisch Frau? Frauen Schminken sich und tragen High Heels. Aber wusstet ihr, dass High Heels ursprünglich von Männern getragen wurden? Zuerst begannen die Perser Schuhe mit Absätzen zu tragen, weil diese beim Reiten einen festeren Halt gaben. Später wurden hohe Schuhe ein Symbol von Männlichkeit, weil es die Männer größer werden ließ. Erst im 17. Jh. wollten auch Frauen hohe Schuhe tragen, um männlicher zu wirken, dies führte dazu, dass Männer keine hohen Schuhe mehr trugen um nicht weiblicher zu wirken.

 

Auch die Schminke wurde Führer auch von Männern getragen, denn kaum ein Mann von Adel traute sich ohne Schminke in die Öffentlichkeit. Selbst die alten Ägypter schminkten sich um so den Göttern näher zu sein.

 

Wie lächerlich eigentlich jemanden auf die Farbe seiner Kleidung, Makeup oder High Heels zu reduzieren. Lunas Massage ist, dass man sich nicht verbiegen lassen soll, die Menschen einfach labern lassen und man so sein soll, wie man ist. In einer Zeile heißt es, „denn ich weiß ich bin gut so“ und „Gott macht keine Fehler, denn ich weiß, dass er mich so gewollt hat.“ Das Lied gibt meiner Meinung nach so viele Messages, denn ihre Mama hat ihr immer gesagt, dass sie sich nicht verbiegen lassen soll und dass sie gut so ist wie sie ist. Sie wird von ihrer Mama angenommen und akzeptiert. 
Das ist das was für mich Christentum bedeutet, die Menschen so anzunehmen wie sie sind, ob sie nun Blau oder Rosa tragen. Denn Gott bevorzugt oder benachteiligt niemanden. (Römer 2, 11) Vor Gott ist jeder gleich.

- Ally

Pia Benker, [04.10.21 17:48]
"Ein Basketball in meinen Händen ist etwa 25 Euro wert.
Ein Basketball in den Händen von leBron James ist ungefähr 25 Millionen Euro wert.
Es kommt darauf an, wer ihn in den Händen hält.
Ein Tennisschläger in meinen Händen ist wertlos.
Ein Tennisschläger in den Händen von Novak Dokovic verspricht einen Wimbledon-Sieg.
Es kommt darauf an, wer ihn in den Händen hält.
Ein Stab in meinen Händen kann mich vor einem wilden Tier schützen.
Ein Stab in den Händen von Mose teilte das rote Meer.
Es kommt darauf an, wer ihn in den Händen hält.
Eine Schleuder in meinen Händen ist ein Kinderspielzeug.
Eine Schleuder in den Händen von David ist eine mächtige Waffe.
Es kommt darauf an, wer sie in den Händen hält.
Fünf Brote und zwei Fische in meinen Händen sind einige Fischsandwiches.
Fünf Brote und zwei Fische in den Händen von Jesus Christus bringen Nahrung für Tausende.
Es kommt darauf an, wer sie in den Händen hält.
Nägel in meinen Händen können für ein Vogelhäuschen gebraucht werden.
Nägel in den Händen von Jesus Christus bringen Rettung für die ganze Welt.
Es kommt darauf an, wer sie in den Händen hat.
Also lege deine Bedenken und Sorgen, deine Ängste und Hoffnungen, Träume, Familie, Beziehungen zu anderen Menschen und dich selber in Gottes Hände. Denn es kommt darauf an, wer dies alles in Händen hält."
Amen

#montagsdenker
Verfasser*in unbekannt
Ausgesucht und ergänzt von Joel Rummer

Vor Wochen habe ich mir schon vorgenommen, eine Andacht zu Lady Gagas Selbstakzeptanzhymne "Born this way" zu schreiben. Und heute höre ich das Lied mehrere Male und ich finde keinen Anfang. Weil ich zu diesem Lied deutlich mehr zu sagen, als 2.200 Zeichen, die ich hier zur Verfügung habe. Aber sprechen wir doch einfach über die für mich aller wichtigste Zeile: "I'm beautiful in my way 'cause God makes no mistakes!"
Ich glaube, dass wir das in Zeiten von Social Media oftmals vergessen. In einer Zeit in der wir ständig up to date sein "müssen", was unsere Freunde, Bekannten, selbst Stars und Sternchen so machen, bleibt uns eins nicht erspart: Vergleiche. Und unmittelbar damit zusammenhängt ein enormer Druck, mehr zu sein wie andere es sind. Dafür werfen wir vielleicht sogar unsere eigenen Prinzipien über Board, einfach um ein bisschen "cooler", "hübscher" oder "interessanter" zu sein.

ABER das hat keiner von uns nötig. Denn Individualität macht doch erst cool, schön und vor allem interessant. Schaut dich mal in den Spiegel, schaut euch selbst an, blendet alles andere mal aus und konzentriert euch nur auf euch selbst. Nehmt euch mal bewusst war und sucht euch mindestens eine Sache an euch selbst, die ihr mögt. Vielleicht eure Haare oder Sommersprossen, vielleicht gefällt euch aber auch der Klang eures Lachens oder euer Humor besonders gut. Behaltet sie für euch, aber tragt diese Sache mit besonders viel stolz. Und - erinnert euch an Lady Gagas Satz vom Anfang - Jeder ist wunderschön auf seine eigene, ganz persönliche Weise, denn Gott macht keine Fehler.

#montagsdenker Jacky

99 Luftballons am Himmel, was denk ihr woher die stammen? Vielleicht von einer Feier?
Im Lied kommt der General zu einem anderen Schluss. Er hält die Ballons für Ufos und schickt direkt mal eine Fliegerstaffel los, um das zu kontrollieren und die haben vorsorglich mal auf die Luftballons geschossen. Das haben andere Kriegsminister gesehen, sich angegriffen gefühlt, haben ohne nachzudenken reagiert und einen Krieg ausgerufen und am Ende lag die Welt in Trümmern. Hätten sie mal genauer hin geschaut hätte sie erkannt, dass es nur 99 Luftballons sind. Und bekanntermaßen sind Luftballons ungefährlich, ja sogar recht friedlich.
Man könnte über diese Dummheit lachen – wenn das Ergebnis nicht so dramatisch wäre. Leider gibt es auch heute Menschen die sich von allem und jedem bedroht fühlen, ohne richtig nachzufragen oder genau hinzuschauen.
An meiner Konfirmation haben wir für jede*n Konfi einen Luftballon mit Wünschen von uns darin steigen lassen. Am Himmel waren dann knapp 30 Luftballons zu sehen und niemand im Dorf hat das für einen feindlichen Angriff gehalten. Im Gegenteil, sie haben sich über die Ballons gefreut.
Die Jahreslosung der Evangelischen Kirche Deutschlands von 2019 lautete „Suche den Frieden und jage ihm nach“. (Psalm 34, 15). Dazu war auf meinem Kalender in diesem Jahr eine weiße Friedenstaube abgebildet. „Suche den Frieden und jage ihm nach“ So haben sich die Menschen bei meiner Konfirmation verhalten. Die Kriegsminister haben genau das Gegenteil gemacht. Sie haben in den Ballons einen Angriff gesehen, sie haben den Krieg auf „Teufel komm raus“ gesucht.
Wie ist das bei uns selbst? Wenn ihr euch umschaut, mit welchen Augen seht ihr eure Umwelt und eure Mitmenschen? Mit den Augen des Krieges, die hinter allem und jedem eine Gefahr oder einen Angriff vermuten? Oder mit den Augen des Friedens, die in allem etwas Gutes sehen? Mit den Augen der Liebe, die auch im schlimmsten Feind ein Freund sehen können?
Da fängt es schon im Kleinen an, nämlich bei uns selbst und unseren Entscheidungen. Wir entscheiden, wie wir unsere Umwelt und Mitmenschen sehen.
Wir entscheiden: Krieg oder Frieden. Hass oder Liebe. Wofür entscheidest du dich?
#montagsdenker Pia

„Das war die schönste Zeit (die schönste Zeit). Weil alles dort begann (die schönste Zeit). Und Berlin war wie New York. Ein meilenweit entfernter Ort. Und deine Tränen waren Kajal. An dem Tag als Kurt Cobain starb lagst du in meinen Armen. Das war die schönste Zeit (die schönste Zeit).
Weil alles dort begann (die schönste Zeit).“
Was der deutsche Musiker Bosse in seinem berühmten Lied uns Zuhörern erzählt, ist die schöne Zeit die er mit einer ganz besonderen Person erlebt hat. Sie erlebten viel in ihrer gemeinsamen Zeit und er erinnert sich an die gemeinsamen Erlebnisse zurück, wie er beispielsweise sie in seinen Armen hielt, als Kurt Cobain von Nirvana starb oder die beiden sich einen Walkman teilten.
Auch wenn ich am heutigen Grundkurstag nicht dabei sein kann, ist es bestimmt eine schöne Zeit, die ihr miteinander als Gruppe, als evangelische Jugend verbringt. Ich denke auch gerne an die schönen Zeiten zurück, die wir miteinander verbracht haben. Die vergangenen Erdbeertale, andere Freizeiten und Veranstaltungen die wir gemeinsam erlebt haben. All diese Erinnerungen waren für mich persönlich eine schöne Zeit. Auch wenn es momentan schwierig ist, sich zu sehen, könnt ihr euch alle an die erlebten Momente ebenfalls erinnern, wie wir die Grundkurse absolviert haben, an unsere Mithilfe an den Freizeiten, die Mitarbeitergespräche bis tief in die Nacht, das Organisatorische und die langen Gespräche am Lagerfeuer. Wir konnten in den ganzen Jahren schöne Erlebnisse und Erfahrungen sammeln, lernten uns untereinander immer besser kennen und wurden auch zu engen Freunden und sogar Beziehungen entstanden. Auch viele neue Gesichter kamen in die evangelische Jugend hinzu und von manchen hat man lange nichts mehr gehört. Dennoch hatten wir bisher in all den Jahren eine schöne Zeit miteinander und die schöne Zeit wird weitergehen. Deswegen habt noch einen schönen Abend, trinkt ordentlich was für mich mit, habt schöne Gespräche am Lagerfeuer, haut rein beim Frühstück, singt laute und leise Lieder und habt einfach eine schöne Zeit miteinander und passt auf euch auf.
LG Euer Naturgregor
#montagsdenker

„An guten Tagen ist unser Lachen echt und alle Fragen weg - auch wenn's nur jetzt und nicht für immer ist!“ Das Zitat von Johannes Oerding beschreibt unser Wochenende ziemlich gut!
Denn am Samstag haben wir uns als Evangelische Jugend endlich mal wiedergesehen – also so richtig in echt. Auf dem Grundkurstag sind wir zusammenzukommen, um alte Bekannte wiederzutreffen, uns auszutauschen und ein paar gute Stunden gemeinsam zu erleben.
Los ging’s gegen 14 Uhr – da haben die ersten Motivierten schon ihr Zelt aufgebaut (was sich später als sinnvoll herausstellte, da so eine Zusammenkunft eben bis in die Nacht dauern kann – ähnlich wie die Mitarbeitenden-Besprechungen auf unseren Freizeiten ). Und weil wir uns ja schon lange nicht mehr gesehen hatten, muss wir uns mit ein paar Kennlernspielen erst mal Wiederkennen lernen, herzhaftes Lachen miteingeschlossen.
Matthias hat dann auch noch ein Superspiel in die Runde geworfen, bei dem wir kurzfristig unter Gedächtnisschwund zu leiden schienen (Solltet ihr die Story dazu nicht gesehen haben, dann schaut euch unbedingt das Story-Highlight zum GK-Tag an!)
Zur Stärkung gab es richtig leckere Pizza von der Elmsteiner Metzgerei – leider war es uns auch in diesem Jahr Corona bedingt nicht möglich, unsere Pizza und Crêpes selbstzumachen. Nach Speis´ und Trank wurden diverse Gesellschaftsspiele in kleineren und größeren Gruppen gespielt, wir haben uns austauschen können – aber vor allem haben wir alle richtig viel und herzlich gelacht.
Pünktlich um 22 Uhr saßen wir alle im Kreis ums Lagerfeuer um der Andacht (diese folgt nächste Woche als #montagsdenker) zu lauschen. Mit einem gemeinsamem Lied haben wir den offiziellen Teil des Abends verabschiedet.
Nach einer kurzen Nacht waren wir fast alle wieder pünktlich um 8 Uhr zum Küchendienst und Frühstück und haben anschließend all unsere Spuren beseitigt.
Wir hatten riesig Spaß und freuen uns auf das nächste Mal, was gar nicht so lange dauert, am 11. Und 12. September steht in Kibo der 20. Geburtstag der JUZ also das #juzilaeum an!
Es berichteten eure Rasenden Reporterinnen Jacky und Pia

Zum Lied "meine Liebe" von Wilhelmine

Heute vor einer Woche am 17. Mai war der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie, Biphobie und Interphobie, kurz IDAHOBIT-Day.

Genau an diesem Tag spielt meine automatische Playlist passenderweise das Lied von Wilhelmine – Meine Liebe.

Wilhelmine ist selbst im bunten Berlin aufgewachsen, in einem besetzten Haus mit ganz viel politischen Parteien und sagt selbst, das war für sie ein Gefühl von Freiheit, so viele unterschiedliche Menschen zu erleben, auf eine deutsch-türkische Kita zu gehen, die Vielfalt der Lebensentwürfe unterschiedlicher Individuen und Kulturen hautnah zu erleben.

Ortswechsel. Als sie dann später mit ihrer Familie ins Wendland zieht, also in eine richtig dörfliche Gegend, und einige Jahre später ihre erst feste Freundin mitbringt, merkt sie plötzlich, dass von dieser Freiheit nichts mehr viel übrig ist. Dort scheinen die „grauen Fassaden“ zu überwiegen.

„So wie ich bin, darf ich hier nicht sein“.

Blicke, Gerede, Ablehnung.

Und sie fragt sich „Warum ist meine Liebe deiner Rede wert?“

Wieder einmal merke ich, was für ein Privileg ich eigentlich habe. Noch nie in meinem Leben hat jemand meine Beziehung zu meinem Partner ganz grundsätzlich hinterfragt.

Klar, da gibt und gab es diese Fragen meiner Eltern, meiner Schwester, meiner Freunde, ob wir wirklich schon so schnell zusammenziehen wollen, ob wir gemeinsam gut klarkommen, ob ich glücklich bin usw. Aber das sind Fragen, die haben etwas für mich mit Fürsorge zu tun.

Da ist doch ein gewaltiger Unterschied. Ich musste mich nie rechtfertigen, warum ich mich gerade in einen Mann verliebe und mit ihm diese Liebe offen leben möchte. Niemand hat das je hinterfragt oder gar in Frage gestellt, ob das richtig sei.

Und wieder singt Wilhelmine: „Warum ist meine Liebe deiner Rede wert?“

Als ich diesen Satz im Lied von Wilhelmine gehört habe, hat es mich wirklich umgehauen.

Für mich ein Satz, der an Poesie gar nicht zu übertreffen ist.

„Warum ist meine Liebe deiner Rede wert?“

Ich finde da steckt so viel drin.

Wie oft hast du schon den Satz benutzt „Sei einfach wie du bist, tu einfach wonach dir ist“.

Wie oft hast du das Lied „Vergiss es nie“ mit der Zeile „Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu. Du bist du, das ist der Clou“ lauthals im Gottesdienst mitgesungen?

Und das dann tatsächlich so gemeint?
 

Jemanden einfach so sein lassen, wie er ist.

Jemanden einfach als Mensch so annehmen, wie ihn Gott gemacht hat.

 

Einfach?

Einfach tun, was richtig für mich ist.

Einfach sagen, was man denkt.

Einfach leben, was man fühlt.

Einfach lieben, wen man liebt.

Einfach ist nicht immer leicht.

Einfach ist manchmal ganz schön schwer.

 

Aber Wilhelmine strahlt so eine Power aus und gibt mir Hoffnung, dass sich da gerade viel tut.

Sie fühlt sich zwar fehl am Platz. „Fühlt sich so an, als ob es mich zerreißt“ singt sie zu Beginn des Songs. Aber sie trifft eine Entscheidung. Sie zweifelt nicht länger an dem, wer sie ist, was sie fühlt, wen sie liebt. Sie umgibt sich mit Menschen, die sie so nehmen, wie sie ist und zieht wieder zurück ins bunte Berlin.

Ich wünsche mir, dass die „grauen Fassaden“, die sie in ihrem Dorf vorgefunden hat, dort und auch in allen anderen Orten und Gotteshäusern unserer Welt immer weiter bröckeln, dass alle Menschen wie Wilhelmine sagen können:

„Ich versteck' sie nicht“

„Ich versteck' mich nicht mehr“-

Die Liebe,

ohne die wir doch alle ziemlich alleine wären.

 

Lieber Gott,

danke, dass du mich wunderbar gemacht hast. Hilf mir zu dem Menschen zu stehen, der ich sein will und zu dem Menschen zu stehen, den ich liebe. Und hilf mir die Augen zu öffnen, für Situationen, in denen andere Menschen verurteilt und eingeschränkt werden, für etwas, was sich Liebe nennt. 

Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. (1. Johannes 4, 16)

Amen.

Julia Barz

Zur Zeit liest man immer wieder Kommentare auf Social Media unter Beiträgen, die von Lockerungen sprechen, dass man jetzt ja wieder seine Freiheiten zurück bekommen würde. Aussagen, über die ich fast ein bisschen schockiert bin. Assoziiert man so ein großes Wort wie "FREIHEIT" heute tatsächlich nur mit Lockerungen? Freiheit bedeutet doch so viel mehr. Und Freiheit hat einen ganz anderen Stellenwert in unserer Gesellschaft verdient. Mehr als nur "Wir dürfen uns wieder mit 5 Personen aus 5 Haushalten treffen!" Näturlich implizieren die Lockerungen, dass man sich freier bewegen kann - aber das alleine macht Freiheit doch nicht aus.
Um sicher zu gehen, dass ich nicht alleine so denke, habe ich meinen Freunden folgende Nachricht geschickt:" Ich schreibe gerade eine Andacht zum Thema Freiheit und dafür brauch ich mal deine Definition von Freiheit"
Einige der Antworten möchte ich jetzt mit euch teilen:
"Man selbst zu sein und machen zu können, was man möchte, ohne dafür verurteilt zu werden"
"Ich muss mich nicht für meine Entscheidungen rechtfertigen."
"Ich kann Sachen machen und sagen, ohne dafür belangt zu werden."
"Unbeschwert [...] eigene Entscheidung treffen."
"Keinen Druck haben zu müssen, Erwartungen gerecht zu werden. Ich kann mit gutem Gewissen sagen: 'Heute mache ich, worauf ich Bock habe'."

Während ich die Nachrichten gelesen habe, habe ich mir gleichzeitig Gedanken darüber gemacht, wie ich selbst Freiheit definieren würde. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass Freiheit für mich bedeutet, gute Zeiten zu erleben. Zu lachen, zu leben, Erinnerungen sammeln zu können, einfach ich zu sein.

 

Montagsdenker Jacky

11:02
11:03
11:04
Es klingelt an der Tür. 
Ich kann es gar nicht glauben es klingelt endlich,
da ich seit dem die Bestätigungsmail von Amazon kam schon vor der Tür warte,
brauch ich nur eine ganz kurze Handbewegung und schon öffnet sich die riesige Holztür.
Die Tür ist eigentlich viel zu schwer für den Rahmen und verzieht sich daher schnell,
was mich aber nicht am aufreißen hindert.
Doch zu meiner Enttäuschung steht da kein Amazon Mitarbeiter, sondern Oma.
Sie hatte vergessen uns unsere Kuchenform vom letzten Geburtstag zurückzugeben.
„ Na vielen Dank auch.“
11:06
11:07
Bin ich ungeduldig? Bist du ungeduldig? Ich weiß gar nicht was Geduld genau ist, mehr als mit Warten gut umzugehen ist es doch nicht oder? Ja, Warten ist doch das Hauptproblem niemand wartet gerne, aber doch müssen wir alle immer wieder Warten, auf den Bus, auf den Chef der vor einer halben Stunde ein Gespräch mit mir haben wollte, auf den Kumpel der einen jetzt schon zum dritten Mal versetzt. Ach es nervt doch, bin ich einfach schlecht im Warten oder bin ich doch zu ungeduldig, ich weiß es nicht mehr. War es früher nicht einfacher? Wie sehr man sich immer auf die Geschenke gefreut hat, wie sehr man den Ersten Schultag nicht abwarten konnte, wie oft hat man bei Mama gebettelt und es nicht abwarten können, dass man doch noch übernachten durfte. Hatte ich ein anderes Zeitgefühl? Wusste ich überhaupt was Zeit bedeutet? Mittlerweile besteht ein Tag doch nur noch aus Arbeitszeit. Vielleicht gehe ich das einfach nur falsch an, anstatt zu warten könnten wir doch die Zeit nutzen und genießen. Also nicht nur schnell mal das Smartphone rausholen und auf Instagram die neusten Bilder der Freunde liken oder bei Candy Crush, dieses eine verdammte level schaffen. Nein vielmehr müssen wir die Zeit nicht mehr als Last sehen. Ist vielleicht das Smartphone schuld, ist es das Internet, ist es der Fortschritt? Alles geht so schnell und doch haben wir nicht genug Zeit, wie kann das sein? Sind wir alle irgendwie zu verkopft und auf Termine Erfolge und Pflichten verbissen. Vielleicht sollten wir alle mal darüber nachdenken... #montagsdenker

 

Joel Rummer

Tick-Tack
Ein Wimpernschlag -
noch einer -
und noch einer.
Und schon wieder sind ein paar Sekunden vergangen. 

Manchmal kommt mir das mit der Zeit vor, als hätte ich "alle Zeit der Welt". Da fühlt es sich so an, als müsse ich Beschäftigungen suchen um die Zeit "tot zu schlagen".
Ein ander Mal, wünsche ich mir der Tag hätte doppelt so viele Stunden, weil mir die Zeit fehlt alles was ich mir vorgenommen habe noch zu erledigen.
In beiden Szenarien fühle ich mich hin und wieder sehr schlecht. 

Bei Ersterem, weil ich mir, sobald ich mal mit dem typischen "nichts tun" beschäftigt bin und zur Ruhe komme, vorkomme wie der faulste Mensch dieser Erde. Es gibt doch so viel zutun, so viel zu erleben, ich will nichts verpassen, überall dabei sein und habe den Anspruch an mich selbst produktiv zu sein.

Bei Zweiterem, weil ich mich vor Stress kaum retten kann und mich nach einem Tag, einem Wochenende oder ein paar Stunden "nichts tun" sehne. Weil ich ausgelaugt bin, müde.
Das stresst mich.
Und eins weiß ich, zu viel Stress ist ungesund! 

Manchmal sollte man sich die Zeit nehmen innezuhalten, durchzuatmen und sich Fragen stellen, wie:
Was ist jetzt gerade eigentlich wirklich wichtig? 
Was ist das Nächste, das ich angehen kann, und was kann warten? 
Was kann ich für den Moment aus meinem Kopf verbannen, wo liegt mein Fokus? 

Und das Wichtigste:
Was tut mir gerade gut, und was braucht es um das zu erreichen?

Und genau zu diesem Gedanken möchte ich heute einladen. Nehmt euch, sobald es euch möglich ist einen Moment Ruhe. Ganz allein. Haltet inne und stellt euch diese Frage. 
Vielleicht tut es dem ein oder anderen gut. 

Heute möchte ich nur den Denkanstoß geben.
Heute seid ihr die Montagsdenker! 

Bleibt gesund. 

Alex
#montagsdenker

#Montagsdenker

Heute ist Pfingstmontag. Aber was bedeutet Pfingsten eigentlich? Pfingsten ist das Fest der Heiligen Geistkraft. Aber so richtig greifbar ist dieser Begriff für mich nicht. So heißt es auf der Website der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau: "Dieser gute Geist bewirkt bei Menschen, nicht nur früher, sondern auch heute neue Kraft, neuen Mut. Wer vom Heiligen Geist erfüllt wird, spürt, dass sich innerliche Leere füllt mit der Liebe, die von Gott kommt." Mit den Begriffen Kraft, Mut und Liebe kann ich schon mehr anfangen. Kraft, Stärke und Energie brauchen wir gerade in der aktuellen Zeit sehr viel. Mir fehlt oft die Energie mich auf meinen Online-Unterricht einzulassen. Ich bin nach 4h Online-Uni oft geschaffter, als nach einem ganzen Tag real in der Hochschule. Da bin ich sicher nicht die Einzige. Da müssen wir momentan alle durch, deshalb kann sicher jeder die Kraft vom Heiligen Geist gut gebrauchen und auch den freien Tag oder die Pfingstferien um neue Kraft zu tanken. Auch Mut kann ich gut gebrauchen. Letzte Woche war ich in einem Garten-Center und vor mir an der Kasse war eine Frau im Rollstuhl. Sie hatte Probleme ihren Einkauf zu verstauen. Ich wollte ihr helfen, aber bemerkte an mir ein kurzes Zögern. „Es ist doch Corona! Abstand halten!“ meldete sich eine leise Stimme in meinem Kopf. Ich verdrängte die Stimme schnell mit dem Gedanken „Ich bin ja jetzt geimpft!“ und habe ihr meine Hilfe angeboten, die sie auch dankbar annahm. Als ich dann in meinem Auto war, ärgerte ich mich über mich selbst. Dieses Zögern und die Unsicherheit, die Corona in mir auslöst gefällt mir gar nicht. Immer wieder bemerke ich, dass sich die Menschen egoistisch verhalten. Jeder nur noch an sein wohl denkt. Aber die Dankbarkeit der Frau hat mir wirklich den Tag versüßt. Ich glaube, gerade in Zeiten von Corona müssen wir zusammenhalten und Nächstenliebe zu zeigen. Denn so können wir uns selbst und unseren Mitmenschen den Tag verschönern. Die Nächstenliebe war auch für Jesus besonders wichtig, denn als er gefragt wurde, welches Gebot das wichtigste ist, antwortete er: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ Das sollten wir uns zu Herzen nehmen.

Alyssa Lachmann

„Was bekommt denn der junge Mann?“
„Das würd‘ ich ihn da machen lassen“
„Er muss da länger warten“
„Junger Mann sie stehen im Weg“
„Ey Junge, du stehst in der falschen Schlange.“

Sätze wie diese bekomme ich seit über 3 Jahren immer wieder zu hören. Gemeint sind nicht etwa andere Männer die zufällig auch gerade da sind, sondern ich. Aber ich bin nun mal kein junger Mann. Deshalb korrigiere ich die Menschen meistens mit Sätzen wie „Ich bin zwar kein junger Mann aber ich gehe ihnen trotzdem aus dem Weg“ oder „Der Kerl is kein Kerl und steht deswegen in der richtigen Schlange“. Letzte Situation ereignete sich in der Kloschlange auf dem Oktoberfest. Ich muss wohl nicht sagen, dass mein Gegenüber morgens um 11 Uhr morgens schon nicht mehr klar gesprochen hat. Sie hat sich dann auch überschwänglich entschuldigt. Das tun die meisten. Sie machen das ja nicht mit einer bösen Absicht oder um mich zu ärgern.

Aber nicht jede*r reagiert so, manche sind nicht so freundlich. Sätze wie „Dann lass dir mal Zöpfe wachsen und zieh‘ nen Rock an, dass man das von hinten erkennt“ kommen auch ab und an zurück. In der besagten Situation wusste ich nicht was zu antworten und hab einfach „Ne danke“ gesagt. Heute kenne ich einen guten Konter „Kaufen Sie sich mal eine Brille, dann erkennen Sies auch so.“

 

In manchen Situationen wiederrum sage ich aber auch gar nicht erst, dass ich kein junger Kerl bin. So wie letzte Woche. Ich wurde dem Klienten als „unsere Studentin“ vorgestellt. Hatte er vielleicht nicht richtig verstanden, denn er hat mich später als „er“ und „der junge Kerl“ bezeichnet. Meine Kollegin hat mich dann bewusst mit meinem Vornamen angesprochen, dennoch war ich weiter „der junge Kerl“.

Hab ich ihn darauf hingewiesen? Nein.

Warum? Weiß ich selbst nicht genau. Ich nehme ihm das nicht böse, denn ich glaube nicht, dass es Absicht oder bewusst war. Für ihn war klar: kurze Haare = männlich. Vermutlich hat er meinen Namen gar nicht richtig verstanden oder dachte er hat sich verhört. Ich wollte ihn dann aber auch nicht in eine unangenehme Situation bringen, in dem ich sage, dass ich kein Kerl bin.

Im Nachhinein haben meine Kollegin und ich darüber gelacht.

Auf dem Heimweg habe ich im Zug dann durch Zufall das Lied „Colours“ von Stefanie Heinzmann gehört.

„Schneide deine Haare, aber niemals zu kurz.
Schminke dich, um deine Fehler zu überdecken.“

Schon die ersten beiden Zeilen haben ziemlichen gut zu mir gepasst. Manche würde sagen, dass meine Haare zu kurz sind und schminken tue ich mich jetzt schon seit Jahren nicht mehr.

„Setz dich hin und pass dich der Masse an.
Sag was, aber nie zu laut.“

Genau das habe ich mit 13/14 gemacht. Ich war immer ein stiller Teil der Masse, meine Meinung sagen? Unvorstellbar. Alle Mädels haben sich geschminkt, Nägel lackiert und hatten lange Haare, so auch ich. Rückblickend würde ich das nicht mehr so machen. Warum? Lange Haare und eine Schicht MakeUp passen einfach nicht zu mir, vielleicht haben sie das nie. Aber wie sagt man so schön: Hinterher ist man immer schlauer.

„Und was wäre, wenn du mit all den Teilen, die dich ausmachen, zufrieden wärst?
Was wäre, wenn der Spiegel zu dir sagt: Du bist ein Kunstwerk, schön so wie du bist.“

Geht das überhaupt? Und wenn ja, wie wäre es sich selbst vollkommen zu akzeptieren?

Eine Antwort darauf kann ich euch nicht geben. Das muss letztendlich jeder für sich herausfinden. Ich kann euch ja nicht vorschreiben, was ihr denken, fühlen und tuen sollt. Das kann niemand.

„Ich weiß, es ist schwer, wenn man nicht dazu gehört
Deswegen hälst du dich bei allem zurück
Das bist nicht du.
Sei du selbst, trag dein Herz auf der Zunge
Lass dein Licht leuchten, jeder kann es sehen
Das bist du“

Sei du selbst. Das klingt ziemlich einfach, ist es aber nicht. Denn wir stoßen immer wieder auf Gegenwind von anderen. Wir stoßen auf Rollen und Etikette, die durch unsere Kultur etabliert sind. Diese zu durchbrechen und sein eigenes Ding zu machen ist gar nicht so einfach. Und da fängt es schon bei der Frisur an. Wo steht denn geschrieben, dass Frauen immer lange und Männer immer kurze Haare haben müssen. Wer schreibt vor, dass Frauen hohe Schuhe tragen oder Männer sich nicht schminken dürfen? Wer schreibt mir vor, wie ich mich zu fühlen und zu verhalten habe? Wer schreibt mir vor, wer ich bin?

Richtig! Das steht nirgends und niemand kann es uns vorschreiben. Denn jede*r einzelne von uns kann das selbst entscheiden.

Wenn Gott das nicht so gewollt hätte, dass wir unser eigenes Ding machen, hätte er uns nicht so geschaffen wie wir sind. Wenn er gewollt hätte, dass wir alle gleich sind hätte er Roboter gebaut die nur Befehlen folgen.

Aber genau das hat er nicht getan. Er hat uns allen eine Persönlichkeit gegeben. Und keine davon gleicht der anderen. Jeder ist anders. Manche scheinen das aber leider vergessen zu haben.

„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an.“ (1. Sam 16,7)

Genau das ist das Problem, oft sehen Menschen nur das Äußere, die Haare, die Kleidung, die Schminke und sofort urteilen sie über dich. Tiefer als bis zu den Kleidern geht ihr Blick nicht. Sie sehen, was sie sehen wollen. In dieser Hinsicht können wir noch sehr viel lernen. Und das nicht zuletzt von Gott, denn er schaut tiefer als bis zur Kleidung. Er kann unser Herz sehen, sieht die Persönlichkeit, die er uns gegeben hat. Er urteilt nicht über uns, sondern liebt uns so wie wir sind.

Stefanie Heinzmann singt es uns vor:

„Du bist ein Kunstwerk. Schön so wie du bist.“

Wir sind eben keine Massenproduktion, wir sind nicht gemacht, um Fehlerfrei und perfekt zu sein. Wir sind gemacht um wir selbst zu sein. Und darauf können wir mächtig stolz sein und es auch ruhig zeigen: Denn jeder ist ein Kunstwerk Gottes.

Pia Benker

Liedandacht zum Lied „Blue Hour“ von den Leoniden
TW: Angst, Depressionen

„Remember the darkness. Remember the dark and how it hurt. Every blue hour we're weak in the knees again.“
„Erinnere dich an die Dunkelheit. Erinnere dich an die Dunkelheit und wie es schmerzt. In jeder blaue Stunde in der die Knie wieder schwach werden.“
In diesem Lied beschreibt der Sänger der Leoniden namens Jakob seine dunkelsten Zeiten und Probleme, die er mittlerweile seit 4 Jahren mit sich trägt. Seine Gefühle und Gedanken zu seinen Depressionen und den Angstzuständen teilte er auch mit seinen Fans in einem langen Text, den er auf Instagram veröffentlichte. Wenn man die Songs der aus Kiel stammenden Band anhört, dann sind sie oftmals fröhlich und energiegeladen. Man möchte mitsingen und zu ihnen tanzen. Man kennt das eigentlich nicht so von den Jungs und so richtig verstand auch Jakob das ganze nicht. Vielen Menschen kennen heutzutage diesen Zustand. Manche bekommen Hilfe um das ganze zu verarbeiten und manch andere sind damit komplett alleine und wissen sich nicht zu helfen. Viele begleitet das schon sehr lange. Auch die Person die immer fröhlich erscheint, kann sich abends in den Schlaf weinen, weil sie nicht mehr weiter weiß. Wir können nicht wissen, wer von dem Thema Depressionen betroffen ist und wie lange manche Personen schon darunter leiden und niemand ihnen zuhört. Wir sollten auf jeden achten und die Krankheit vor allem ernst nehmen, den Menschen Mut zusprechen, damit sie sich öffnen können und nicht mehr schämen müssen oder das ganze in sich hineinfressen. Depressionen, Angstzustände Panikattacken und andere psychische Krankheiten sollten kein Tabuthema sein. Leiht den Menschen ein offenes Ohr und seid ein sicherer Hafen für sie, sodass sie ebenfalls wie Jakob von den Leoniden über ihre Erfahrungen berichten können.
Und falls du ebenfalls davon betroffen bist, dann lass bitte den Kopf nicht hängen und versuch darüber zu sprechen. Es ist vielleicht leichter gesagt, als getan, aber nach jedem Regenschauer kommt auch wieder der Sonnenschein. Du bist etwas besonderes, auch wenn du es nicht so siehst.

#montagsdenker Gregor

"Warte auf mich, ich komme wieder. Wann, weiss ich nicht. Warte auf mich." Mit diesen Worten besingt Henning May, der Sänger der Band "AnnenMayKantereit", auf ihrem neuen Album "12" das Meer. 
"Der Weg ist versperrt, ich seh nirgendwo Meer. Der Horizont ist leer." Worte, in denen auch ich mich wiederfinde. In denen sich vermutlich jeder von uns wiederfindet. Vielleicht würdet ihr etwas anderem sagen, es solle auf euch warten: 
"Warte auf mich, ich komme wieder, Meer."
"Warte auf mich, ich komme wieder, Erdbeertal." 
"Warte auf mich, ich komme wieder, lange Filmnächte mit Freunden." 
"Warte auf mich, ich komme wieder, Eis essen am See."  

Henning May singt in der Strophe: "Und solang ich nicht weiß, wie weitergeht, kann ich die Segel nicht setzen." Ungewissheit, die das Vermissen der kleinen Dinge noch größer macht. Wann ist es wieder soweit, dass wir all das sehen können, was wonach wir uns sehnen? Wann ist es wieder normaler? 
Kein Mensch kann diese Fragen beantworten. Es bleibt uns nur, die Hoffnung nicht zu verlieren. 
Offenbarung 21,4 spiegelt uns diese Hoffnung wieder: "Und Gott wird abelwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein. Denn das Erste ist vergangen." 
Und ja, das Erste ist vergangen. Es kann nur besser werden. Verliert nicht den Mut, behaltet eure Hoffnung bei.

#montagsdenker Jacky

Neulich verletzte sich ein Kind bei mir in der Kita. Während ich es tröstete kamen wir ins Gespräch. Das Mädchen sagte mir sie wünsche sich nur 3 Sachen auf der Welt:
Das man keine Schmerzen hat, das man nie sterben muss und das man nie erwachsen wird. 

Mich berührten diese Wünsche ungemein und ich kam nicht umhin mir lange darüber Gedanken zu machen. Diese Wünsche fühlen sich so tief und durchdacht für eine Fünfjährige an, dass ich dem Ganzen einen unglaublichen Respekt zolle. 

Nun philosophierten wir gleich im Anschluss noch eine Weile und stellten uns allerlei Fragen. 

Was wäre wenn wir keine Schmerzen fühlen könnten? Wären wir übermütig, weil wir nicht merken würden wenn etwas zu heiß, der Schnitt zu tief oder die Fallhöhe zu hoch ist? Würden wir nicht merken wenn wir im Begriff wären zu sterben? Müsste dieser Wunsch dann nicht unbedingt mit dem Wunsch einhergehen nicht sterben zu können?
Aber was wäre dann? Das Mädchen sagte, sie hätte dann ihre ganze Familie noch bei sich und müsste sich um niemanden sorgen. Stimmt.
Ich hatte den Gedanken, dass die Menschen vielleicht viel antriebsloser wären. Unproduktiver, wenn man endlos Zeit für Dinge hätte. Vielleicht hätten wir alle weniger Stress? Vielleicht ist es gut dass uns eine bestimmte Zeit gegeben ist, in der wir lernen und etwas erschaffen können. Vielleicht macht das unsere Persönlichkeiten stärker, weil wir Entscheidungen treffen müssen. 
Wenn wir das nicht müssten, wäre uns vielleicht vergleichsweise schnell langweilig weil wir schon alles gemacht haben was es auf dieser Welt zutun gibt.
Alles natürlich nur Theorie. 
Wie würde man die Welt verstehen, wenn man Jesus die Hand geschüttelt, und im selben Leben einen Atomkrieg miterlebt hätte? Gäbe es überhaupt Kriege? Wir hätten doch dann alles. Vielleicht.
Der letzte Wunsch, war allerdings dann für uns beide gar nicht so hypothetisch. Das Mädchen kam selbst schnell zu dem Entschluss dass man im Leben immer der selbe Mensch, das Kind ist. Nur eben größer.
Vielleicht ist alles gut so wie es ist. 

Es liegt nicht in unserer Macht, zu entscheiden ob wir leben oder sterben. Wir müssen nur entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen wollen, die uns gegeben ist.

#montagsdenker Alex 

#montagsdenker gehalten von Luise Hussung an der DSK-Sitzung am 22.06.2015
Zuhause. Was ist das überhaupt? Ein Wort, das ständig in den Mund genommen wird und für jeden selbstverständlich erscheint. Wenn man „zuhause“ zunächst einmal hört, stellt man sich ein Gebäude vor – meist das eigene Haus, die eigene Wohnung oder das eigene Zimmer. Auch wenn man im Wörterbuch nach einer genauen Definition sucht, findet man folgende Erklärung: „Zuhause kommt von Haus – Das ist die Wohnung (das Heim), in dem man ständig lebt.“  Doch ist das alles? Ist es allein das Gebäude? der materielle Gegenstand? Klar haben wir durch das Haus ein Dach über dem Kopf, dass uns vor der Kälte schützt, doch hinter dem Wort „zuhause“ steckt noch viel mehr! Erst kürzlich habe ich die Erfahrung gemacht, von zuhause weg zugehen. An einen anderen Ort, an dem ich eine kleine Wohnung bezogen habe. Erst jetzt habe ich mein zuhause richtig schätzen gelernt! Ein Ort, an dem man immer mit offenen Armen empfangen wird und an den man immer wieder zurückkehren kann. Ein Ort, an dem man sich geborgen fühlt. Dort, wo man sich nicht verstellen muss, um angenommen zu werden. Hier trifft man auf Verständnis! Doch leider haben nicht alle Menschen auf Erden einen solchen Ort, den sie ihr zuhause nennen können. Das mag verschiedene Gründe haben, doch eins ist sicher: Wir Menschen brauchen alle einen Ort, an dem wir Zuflucht finden können, wenn wir dem Druck, dem Stress und dem Streit der Welt da draußen nicht gewachsen sind und diesem entfliehen möchten. In der Bibel steht geschrieben, dass man diesen Zufluchtsort auch und vor allen Dingen bei Gott finden kann. „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott auf den ich hoffe!“ (Psalm 91) Dieser Vers aus der Bibel gibt uns Christen also die Hoffnung und Zuversicht, dass egal wer wir sind, wir einen Platz unter dem Schirm Gottes haben und dort unser zuhause finden können. Denn der Mensch, der einen solchen Platz hat, kann in Gott Vertrauen haben und mit viel Kraft das Leben in der Welt da draußen bewältigen und bestehen.

#montagsdenker
Liedandacht, zum Lied „Rennen und Stolpern“ - Jupiter Jones
„Wir können rennen, wir dürfen stolpern, man hat´s noch nicht verloren, nur weil mans vermisst.“
Jeder hat das doch schon mal erlebt, man „rennt“ durchs Leben, alles läuft super, man denkt, nichts kann einen stoppen. Und dann auf einmal, unerwartet, wie aus dem Nichts, passiert etwas, dass einen voll aus der Bahn wirft. In solchen Momenten kommt einem dann alles unmöglich und sinnlos vor, man ist ganz kurz davor, alles hinzuwerfen und einfach aufzugeben. In genau diesen Monenten ist es wichtig, die schönen Dinge im Leben nicht aus dem Blickwinkel zu verlieren und sich an die Menschen zu erinnern, die einem helfen. Man muss immer wieder aufstehen, und sagen: „Alles wird gut!“ Schon die Bibel zeigt uns, dass man auch nach der größten Niederlage wieder aufstehen (auferstehen) kann, auch Jesus ist „gestolpert“, wurde verraten, gekreuzigt, und ist gestorben. Jesus hat stehts auf seinen Vater, unseren Gott, vertraut und wurde belohnt.

Aber auch er ist wieder aufgestanden und hat allen, auch denen, die nicht an ihn geglaubt haben gezeigt, dass auch der Glaube helfen kann, immer wieder auf den richtigen Weg zu kommen, und weiterzumachen.

Das Lied von Jupiter Jones sagt aber auch noch was anderes. „Wir können rennen, wir dürfen stolpern“ heißt es im Refrain. Das heißt doch, es ist uns erlaubt zu stolpern. Wir sind Menschen, wir dürfen Fehler machen. Es ist nicht schlimm, wenn wir Fehler machen. Jesus ist am Kreuz für unser aller Sünden gestroben, weil der Mensch nicht frei von Sünde ist. Aber er hat auch den Weg zu Gott freigemacht, um uns einen Weg zu geben mit unserem Stolpern, unseren Fehlern und unseren Sünden direkt zu Gott sprechen zu können und auf ihn zu vertrauen.

Herr ich danke dir, dass du uns die Kraft gibst, immer wieder aufzustehen; auch wenn es nicht immer so gut läuft im Leben und man am Boden ist, hilfst du nicht aufzugeben. Das Vertrauen in dich lässt uns weitermachen. Lass uns erinnern an das, was gut gewesen ist und uns zusammen wieder aufstehen, wenn uns etwas Schlechtes wiederfahren ist.

Amen

- von Alyssa Lachmann

Ob Smartphones und LapTops eigentlich ständig frustriert sind? Sie können so viel, werden aber nur selten richtig gefordert.

Vor kurzen habe ich beim Tippen auf der Tastatur meines Smartphones irgendwie eine falsche Taste erwischt. Danach schrieb ich nur noch automatisch korrigierte Texte in Englisch. Das sah zwar sehr interessant aus, der Text ergab aber keinen Sinn mehr, glaub ich zumindest.

Ich wusste bis dahin auch gar nicht, dass mein Smartphone das kann. Aber noch schlimmer war: Ich hab auch keinen Plan, wie man das rückgängig macht. Habe dann versucht mit Google das Problem zu lösen. Das Problem konnte Google dann auch irgendwie lösen.Seit diesem Moment weiß ich, dass es eine Taste gibt, die diesen Befehle zurücksetzt. Ohne dass man wissen muss, was genau man eigentlich vorher falsch gemacht hat.

Mein Smartphone kann also quasi die Zeit zurückdrehen. Und zwar mit jedem Klick ein wenig mehr. Das würde ich auch manchmal gern bei mir tun aber ich bin nicht so schlau wie mein Smartphone. Habe keine solch hohe Prozessorleistung.

Für mich gibt es auch keine Gebrauchsanweisung von 893 Seiten, in der alles steht, was ich kann oder können sollte. Mein Smartphone ist wie gesagt unendlich viel schlauer als ich. Seit ich es habe, ist es permanent unterfordert. Da gibt es Menüpunkte und Ebenen, auf denen noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Nie werde ich in die unendlichen Weiten und Tiefen des digitalen Speichers meiner Smartphones vordringen. Weil es mich einfach überfordert.

Auch wenn mein Smartphone oft unterfordert und noch so schlau ist, wirklich verstehen tut es trotzdem nie. Mich als Mensch und meine innersten Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte wird es nie verstehen. Es führt doch immer nur vorprogrammierte Befehle aus, und macht doch nie das was ich will.

Doch es gibt einen der ganz genau weiß was das Beste für mich ist. Sogar dann wenn ich es nicht erkennen kann. Ratet mal wenn ich meinen könnte?

In diesem Sinne euer #montagsdenker Daniel

Nein, Ostern wurde nicht abgesagt.
Sicher, der Urlaub, die Besuche.
Der gemeinsame Gottesdienst in der langsam hell werdenden Kirche.
Aber die Gräber bleiben nicht verschlossen.
Morgenlicht leuchtet im Garten und macht aus jedem Grashalm
eine leuchtende Flamme,
es wärmt die schweigenden Steine
und schickt die Amsel mit einem Lied in die klare Luft.

Ostern.
Das Wunder eines neuen Tages.
Das Warten: zuende.

(Gebet von kirchenjahr-evangelisch.de)

Auch nach einem Jahr müssen wir heute an Ostern auf unsere gewohnten Routinen verzichten. Eigentlich hätte ich heute Morgen mit dem Posaunenchor zum Sonnenaufgang am Osterfeuer in unserem Dorf gespielt. Stattdessen sitze ich mit meiner Familie zu Hause. Nach dem Osterfeuer wäre ein gemeinsames Frühstück im Gemeindesaal gewesen. Das haben wir heute bei uns ins Wohnzimmer verlegt.

Ich habe mich gefragt, was macht den Unterschied? Was ändert es, dass wir nicht in die Kirche gehen? Unsere Familien größtenteils nicht sehen?

An dem Ostergedanken und der Geschichte kann es nichts ändern. Nach wie vor denken wir an Ostern an die Auferstehung Jesu. Denn „Der HERR ist wahrhaftig auferstanden“ (Lk 24,34).

Ich habe gelernt, dass Kirche überall sein kann, dass es dazu nicht zwingend das Gebäude „Kirche“ braucht. Wir können also von überall an Jesu Auferstehung denken und sie feiern. Warum vermissen wir dann die Kirche, das Osterfeuer und den Klang der Posaunenchöre so?

Wir vermissen die Gemeinschaft. Die Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Wir vermissen das Gefühl, dass uns diese Gemeinschaft gibt.

Denn dieses Gefühl macht Ostern noch ein Stück besonderer, zumindest für mich. Ich stehe dazu auch gerne früh auf, um zum Sonnenaufgang an der Gimmeldinger Burg mit meiner Posaune bereit zu stehen. Das habe ich heute Morgen vermisst.

Deshalb versuche ich euch ganz viel von diesem Gefühl nach Hause zu schicken. Das Zwitschern der Vögel bevor die Sonne aufgeht, den Klang der Posaunenchöre, die Wärme des Osterfeuers, den Gesang der Gemeinde, die Worte, die zu uns gesprochen werden. Schließt doch mal kurz die Augen und denkt euch an diesen Ort.

 

Mit diesem Gefühl wünsche ich euch frohe und gesegnete Ostern.

Eurer #montagsdenker am Ostersonntag Pia

Mit Ps 22 klagt Jesus am Kreuz seine Verlassenheit.

Jesu Kreuzigung ist immer wieder Anlass, Gott als grausam zu beschreiben: Er schickt seinen Sohn in den Tod; und erst dann ist er versöhnt mit uns. Als bräuchte Gott das Blut, um uns von Sünde reinzuwaschen. Das scheint im Widerspruch zum Weg Jesu zu stehen, auf dem er allen die Wärme und Nähe Gottes anbot. Sollte Gottes Liebe durch Gewalt zum Ziel kommen? Sollte Jesu Tod zum Plan gehören?

Wer genau hinschaut entdeckt: Hier handeln Menschen. Religiöse und politische Autoritäten bestimmen mit ihren Interessen das Geschehen. Jesus ein Spielball der Mächtigen. Jesu Karfreitag war ganz und gar Menschenwerk; vom ersten bis zum letzten Moment. Und doch stand Jesus mit leeren Händen da, hat sich ganz auf Gott verlassen, hat sich nicht gewehrt, hat sich am Kreuz an den gewandt, der so unendlich fern schien.

Wenn ich 2021 Jesu Passion nachzeichne, dann ist da auch Corona-Leid wohin man schaut. Leid rundum auf unsrer Erde. Es scheint, als würde uns die Not unter die Haut kriechen. Mit Jesu Worten haben Menschen immer wieder ihre Verlassenheit ausgedrückt: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Bis heute wollen Menschen verstehen, was ihnen unter die Haut geht. Eine Suche die ohne Antwort scheint: Denn da ist nicht nur die Frage nach dem Warum von Leid und Tod. Da ist auch die Frage nach Gott. Wendet er sich ab, überlässt uns dem Schicksal?

Als Jesus am Kreuz seine Not mit Ps. 22 herausschrie, wusste er um weitere Worte des Psalms: „Herr, sei nicht ferne; meine Stärke, eile, mir zu helfen!“ In allem Erleben liegt in diesem Psalm Keim der Hoffnung: Gott ist stärker als alles Dunkel. Er wird dem Tod nicht das letzte Wort lassen. Er wendet sich nicht ab. Vielmehr ist alles Leid, alles Unfassbare bei Gott aufgehoben. Von dieser tiefen Hoffnung ist der Leidenspsalm Jesu durchdrungen. In dieser tiefen Hoffnung betet Jesus am Kreuz.

Karfreitag 2021: Ängste, Leid, Gewalt und Hass zerreißen die Welt. Für uns hat Jesus die Worte am Kreuz zu Gott getragen. Dort war Gott seine letzte Zuflucht und er hoffte gegen alle Angst auf dies Eine: Hinterm Horizont geht’s weiter – um Gottes Willen.
#montagsdenker am Karfreitag Matthias

Wie oft kommt es zu einem Streit oder einer Diskussion, weil man selbst gerade viel Stress hat? Wie oft hätte man Auseinandersetzungen und Tränen verhindern können, hätte man sich vorher ein bisschen Ruhe gegönnt?

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ MAT 22,39

Diesen Vers werden die Meisten, genau wie ich, schon ein paar mal gehört und mit Nächstenliebe in Verbindung gebracht haben. Als ich überlegt habe, mit welchem Thema ich mich für die #montagsdenker beschäftigen will, bin ich aber darüber gestolpert. Wie dich selbst? Dieser Teil wurde von mir bisher immer gekonnt ignoriert. Eigentlich ist er aber total entscheidend: Denn Jesus gibt hier nicht nur den Vergleich sondern auch die Bedingung. Erst wenn du dich selbst liebst, kannst du anderen die gleiche Liebe entgegenbringen.

Also versuche ich in Zukunft mir öfter ein bisschen Zeit zu gönnen. Mir etwas Gutes tun. Mich mit meinem Lieblingbuch in die Sonne legen. Oder etwas Leckeres kochen. Jeder hat da andere Rituale, durch die er abschalten kann.

Ich bin mir sicher, ausgeglichen und mit mir zufrieden kann ich in jeder Meinungsverschiedenheit umsichtiger handeln. Und damit sind ja gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Du tust etwas für dich UND für deine Nächsten

Lea Schmitt

Der Frühling kommt, so langsam wird alles bunt. 

Die Corona Auflagen werden lockerer und wir kommen so langsam wieder aus dem Winterblues.

Lasst uns doch jeden Tag ein bisschen Farbe in unseren Alltag bringen.

Geht regelmäßig spazieren, genießt die frische Luft, das Zwitschern der Vögel & das langsame Aufblühen ganz vieler wunderschöner Blüten. Nehmt euch jeden Tag etwas Zeit für euch! Es ist so wichtig sich selbst auch mal eine Auszeit zu nehmen - sei das etwas basteln, spazieren, Sport, Handlettering oder einfach nur CHILLEN - das was einem eben gut tut 

PS: bewusste Atmung hilft bei der Entspannung

LG Maren 
#montagsdenker#auszeit#frühling#zeit

„Mappen kopiert, Akten sortiert, auch wenn es nicht zu meinen Aufgaben gehört, hab ich meinem Chef sogar Kaffee serviert. Praktikum da, Praktikum hier, nur leider hab ich mich bis heute nicht immatrikuliert und dann Mathe studiert. Damit ich dir besser gefalle Schatz hätte ich alles probiert, sie sagte zu mir: „Lass die andern sich verändern und bleib so wie du bist"! So rappt es der MoTrip in seinem Lied „So wie du bist". Er erzählt darin, dass sich jeder irgendwann für jemanden oder etwas verändern möchte, weil man das Gefühl hat, nicht gut genug zu sein für die erste große Liebe, Familie oder Freunde. Dabei ist es doch egal, ob wir dick oder dünn sind, welche Haar – oder Hautfarbe wir haben oder welche Sexualität wir haben. Es ist doch völlig nebensächlich, welche Sexualität du hast oder ob du die Haare lang oder kurz trägst. MoTrip rappt, dass er Sachen getan hat die er niemals machen würde und nicht machen müsste, die er aber für sie, seine große Liebe getan hat. Er hat sich für sie verstellt, weil er dachte das seine große Liebe ihn nur nimmt wenn er „perfekt" ist. Statts ihn perfekt zu nehmen sagte sie zu ihm: „Lass die andern sich verändern und bleib so wie du bist"! Sie möchte ihm damit sagen, dass sie ihn so möchte wie er ist. Sie möchte ihn nicht mit perfekt gegellter Frise, niemand der seinem Chef einfach so Kaffee serviert. Sie möchte den Typen mit der schrägen Frisur und dem Fleck auf dem Shirt, den mit dem guten Herz.So wie du bist sollst du dich selbst lieben. Es kommt auf den Charakter an, nicht auf das Aussehen, die Frisur oder Sonstigen. Gott ist genau so wie die große Liebe von MoTrip. Der Herr sagte im ersten Buch Samuel 16,7: Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das Herz ". Der Herr sieht unser innerstes ihn interessiert es nicht wen wir lieben, wie wir aussehen oder welche Nationalität wir haben für ihn sind wir perfekt so wie wir sind und er möchte das wir alle lernen uns so zu lieben wie wir sind. 

Wir beten für alle die sich nicht selbst lieben können oder für die die sich für andere verstellen müssen. Amen

Wir alle sind perfekt so wie wir sind!

Liebe Grüße Laura Bauer

#montagsdenker #LoveYourself #beyou #❤️

Baaaah! 6 Uhr, der Wecker klingelt. Mir egal, 10 Minuten snoozen sind noch drin. Nochmal 10 Minuten? Neee, dann wirds zu knapp.
Verschlafen zur Kaffeemaschine schlürfen, um festzustellen, dass der Wassertank gefüllt werden muss. Gesagt getan- bitte Abtropfschale leeren. Jetzt reicht's mir!
Ohne morgendliches Koffein im Blut geht's Richtung Dusche. Das Wasser braucht wieder ewig bis es warm wird. Boah, so lange hab ich jetzt auch keine Zeit mehr. Stehe unter der kalten Dusche als plötzlich brühend heißes Wasser aus der Brause kommt. Na danke!
Genervt verlasse ich das Haus. Nicht auch noch Eiskratzen!
Mit taubgefrorenen Fingerkuppen sitze ich schließlich hinterm Lenker. Ich fahre los, langsam wird es schön warm im Auto.
Ein Freund kommt mir entgegen und winkt freundlich, ich grüße lächelnd zurück.
Im Radio laufen die Nachrichten, danach höre ich die ersten Takte meines Lieblingsliedes. Ich drehe die Boxen voll auf und gröle laut mit.
Mit einem Lächeln komme ich schließlich bei der Arbeit an. Auf meinen Platz steht eine Tasse Kaffe für mich mit einer Notiz von meiner Lieblingskollegin. Mein Lächeln wird breiter, ein Lächeln, das mich hoffentlich die ganze Woche über begleiten wird.
Manchmal sind es eben die kleinen Dinge am Montagmorgen.  #montagsdenker
Wünsche Euch ein Lächeln zum Start in die Woche!

#Montagsdenker Maren Wolf

Wenn meine Begabungen und meine Fähigkeiten ein Obst wären, dann wäre ich gerne ein ganzes Erdbeerfeld. Im Winter hätte ich meine Ruhe, im Frühjahr würde ich wachsen und blühen und dann, wenn das Wetter Richtung Sommer schwenkt, würde ich köstliche, rotleuchtende Früchte in Hülle und Fülle hervorbringen. Alle Menschen würden total auf mich abfahren! Selbst im Herbst, wenn keine Erdbeeren mehr wachsen, erinnert man sich noch gerne an mich, wenn man sich die selbstgekochte Marmelade meiner Früchte aufs Brot schmiert. Aber leider bin ich kein Erdbeerfeld. Auch kein edler Spargelacker, dessen Gewächse sehr wertvoll sind. Wahrscheinlich bin ich wohl eher ein Rosenkohlstängel. Meine Gaben leuchten dem Betrachter nicht verführerisch rot entgegen, sie zünden an der Zungenspitze kein süßes Feuerwerk und auch in Sauce Hollandaise getränkt sind sie weiterhin grün, grauslich und rundlich und nicht schlank und elegant. Ich kenne nicht viele Menschen, die gerne Rosenkohl essen. Viele verabscheuen ihn gar. Dass ihn jemand als „Lieblingsgemüse“ bezeichnet hätte, ist mir noch nicht untergekommen. Rosenkohl, leicht bitter im Geschmack, gilt als gesund und ist eben vernünftiges Gemüse ohne irgendwelches Chi-Chi. Bei Kindern ruft er zuverlässig angewiderte Gesichter hervor, begleitet von demonstrativen Würgegeräuschen. Ach, was wäre ich gerne ein Erdbeerfeld, durch das Kinder lachend und naschend hüpfen! Oder ein Kirschbaum, ein Himbeerstrauch oder ein Apfelbaum … Der Apostel Paulus hat mal gesagt, dass Gott uns mit unterschiedliche Gaben beschenkt hat und das auch seine Gründe hat. Bist du zum Lehren berufen, dann sei ein guter Lehrer. Wenn du die Gabe hast, andere zu ermutigen, dann mach es auch! Hat Gott dir die Fähigkeit verliehen, andere zu leiten, dann nimm diese Verantwortung ernst. Und wenn du die Begabung hast, dich um andere, die es nötig haben, zu kümmern, sollst du es mit fröhlichem Herzen tun. Viel Geld zu besitzen, wird heute auch als erstrebenswert angesehen, aber dann soll man es aus freien Stücken und ehrlich mit anderen teilen. Wenn ich Paulus da richtig verstanden habe, möchte Gott also, dass ich ein fröhlicher Rosenkohl bin! Ich habe nicht die Gabe der Erdbeere und auch zum Spargel bin ich nicht berufen. Es ist nicht meine Aufgabe, anderes Obst und Gemüse zu imitieren, weil das in unserer Gesellschaft gerade besonders gehypt wird, sondern die Frucht hervorzubringen, die Gott in mir sieht, sei es ein Rosenkohl. Und überhaupt: Wenn alle nur Erdbeeren oder Spargel zögen, wie sähe dann der Altar zum Erntedankfest aus? Stell euch das vor: ein Altar nur mit Erdbeeren und Spargel. Ganz sicher nicht so bunt und vielfältig, wie wir das gerne sehen. Hinzu kommt das einseitige Ernährung ungesund ist, nicht nur für den Körper auch für den Geist. Da ich auch Christ bin; zumindest denk ich das ich einer bin; muss ich auch mal klarstellen: Christen bilden zusammen einen Leib. Füttern wir ihn nur mit Erdbeeren, wird er auf Dauer krank. Er braucht die ganze Fülle der Ernte, die die unterschiedlichen Gaben hervorbringen, um gesund zu bleiben und andere gesund zu machen. Da gibt es zwar die besonders leckeren Gaben, die viele großartig finden. Aber es werden eben auch die scheinbar unspektakulären, nicht immer ganz so wohlschmeckenden Früchte benötigt, damit der Leib gut funktioniert. Denn schon gewusst, Bitterstoffe, wie sie reichlich in Rosenkohl, Spinat oder Brokkoli; noch so leckeres Gemüse; vorkommen, sind sehr wichtig für den Körper.

Daniel Grün

Eines Tages, ich war gerade das erste Jahr in der Schule, sah ich ein Kind aus meiner Klasse nach Hause gehen. Sein Name war Michael. Es sah so aus, als würden alle seine Bücher mit sich tragen. Ich dachte mir: "Warum bringt wohl jemand seine ganzen Bücher an einem Freitag nach Hause? Das muss ja ein richtiger Dummkopf sein." Mein Wochenende hatte ich schon verplant mit meinen Freunden, also zuckte ich mit den Schultern und ging weiter.

Als ich weiter ging, sah ich eine Gruppe Kinder in seine Richtung laufen. Sie rempelten ihn an, schlugen ihm seine Bücher aus den Armen und schubsten ihn so, dass er in den Schmutz fiel. Seine Brille flog durch die Luft, und ich beobachtete, wie sie etwa drei Meter neben ihm im Gras landeten. Er schaute auf und ich sah diese schreckliche Traurigkeit in seinen Augen.

Mein Herz wurde weich. Ich ging zu ihm rüber, er kroch am Boden umher und suchte seine Brille, und ich sah Tränen in seinen Augen. Als ich ihm seine Brille gab, sagte ich: "Diese Typen sind Blödmänner“. Er schaute zu mir auf und sagte: "Danke!" Ein großes Lächeln zierte sein Gesicht. Es war eines jener Lächeln, die wirkliche Dankbarkeit zeigten. Ich half ihm seine Bücher aufzuheben und fragte ihn, wo er wohnt. Es stellte sich heraus, dass er in meiner Nähe wohnt. Also fragte ich ihn, warum ich ihn vorher nie gesehen habe. Er erzählte mir, dass er zuvor auf eine Privatschule ging. Ich hätte mich nie mit einem Privat-Schul-Kind abgegeben. Den ganzen Nachhauseweg unterhielten wir uns und ich trug seine Bücher. Er war eigentlich ein richtig cooler Kerl. Ich fragte ihn, ob er Lust hätte mit mir und meinen Freunden, am Samstag Fußball zu spielen. Er sagte zu. Wir verbrachten das ganze Wochenende zusammen und je mehr ich Michael kennenlernte, desto mehr mochte ich ihn. Und meine Freunde dachten genauso über ihn.

Es begann der Montagmorgen und auch Michael mit dem riesigen Bücherstapel war wieder da. Ich stoppte ihn und sagte: "Oh Mann, mit diesen ganzen Büchern wirst du eines Tages noch mal richtige Muskeln bekommen". Er lachte und gab mir einen Teil der Bücher. Während der nächsten vier Jahre wurden Michael und ich richtig gute Freunde. Als wir älter wurden, dachten wir übers College nach.

Michael entschied sich für Wien und ich mich für Salzburg. Ich wusste, dass wir immer Freunde sein werden und diese Kilometer zwischen uns niemals ein Problem darstellen würden.

Er wollte Arzt werden und ich hatte vor, eine Fußballer-Karriere zu machen.

Michael war Abschiedsredner unserer Klasse. Ich neckte ihn die ganze Zeit indem ich sagte, dass er ein Dummkopf sei. Er musste eine Rede für den Schulabschluss vorbereiten. Ich war so froh, dass ich nicht derjenige war, der sprechen musste.

Am Abschlusstag sah ich Michael. Er sah großartig aus. Er war einer von denen, die während der Schule zu sich selber gefunden und ihren eigenen Stilentwickelten. Er hatte mehr Verabredungen als ich und alle Mädchen mochten ihn. Manchmal war ich richtig neidisch auf ihn. Heute war einer dieser Tage. Ich konnte sehen, dass er wegen seiner Rede sehr nervös war. Ich gab ihm einen Klaps auf den Hintern und sagte: "Hey, großer Junge, du wirst großartig sein!" Er sah mich mit einem jener Blicke (die wirklich dankbaren) an und lächelte. "Danke" sagte er.

Als er seine Rede begann, räusperte er sich kurz, und fing an: "Der Abschluss ist eine Zeit, um denen zu danken, die dir halfen, diese schweren Jahre zu überstehen. Deinen Eltern, deinen Lehrern, deinen Geschwistern, vielleicht einem Trainer.... aber am meisten deinen Freunden. Ich sage euch, das beste Geschenk, das ihr jemandem geben könnt, ist eure Freundschaft. Lasst mich euch eine Geschichte erzählen". Ich schaute meinen Freund etwas ungläubig an, als er von dem Tag erzählte, an dem wir uns das erste Mal trafen. Er hatte geplant, sich an diesem Wochenende umzubringen.

Er erzählte weiter, dass er seinen Schrank in der Schule ausgeräumt hat, so dass seine Mutter es später nicht tun müsste und trug sein Zeug nach Hause. Erschaute mich an und lächelte. "Gott sei Dank, ich wurde gerettet. Mein Freund hat mich vor diesen unsäglichen Sachen bewahrt."

Ich konnte spüren, wie die Masse den Atem anhielt als dieser gutaussehende, beliebte Junge uns von seinem schwächsten Augenblick im Leben erzählte.

Ich bemerkte wie seine Mutter und sein Vater lächelnd zu mir herüber sahen, genau dasselbe, dankbare Lächeln. Niemals zuvor spürte ich solch eine tiefe Verbundenheit.

Unterschätze niemals die Macht Deines Handelns. Durch eine kleine Geste kannst du das Leben einer Person ändern. Zum Guten oder zum Bösen. Die Schöpfung setzt uns alle ins Leben des Anderen, um uns gegenseitig zu beeinflussen, auf unterschiedliche Art und Weise.

 

Text aus der Weihnachtspost der Juz Neustadt
(Verfasser unbekannt)

Ein König wollte wissen was ein Elefant ist und schickte deshalb seine 4 blinden Gelehrten los. Diese reisten nach Indien und wurden dort von einem Helfer an einen Elefanten heran geführt um sich ein Bild zu ertasten. 
Als sie zurück zu ihrem König kamen, sollten sie ihm nun über den Elefanten berichten. Der erste Weise hatte am Kopf des Tieres gestanden und den Rüssel ertastet. Er sagte, dass ein Elefant wie ein langer Arm sei. Der zweite Gelehrte hatte das Ohr des Elefanten ertastet und sprach: "Nein, ein Elefant ist vielmehr wie ein großer Fächer." Der dritte Gelehrte behauptete ein Elefant wäre eine massive Säule, weil er an einem Bein stand.  Und der vierte Weise berichtete seinem König, dass ein Elefant wie eine riesige Masse, mit Rundungen und ein paar Borsten darauf sei. Dieser Gelehrte hatte den Rumpf des Tieres berührt.

Weil sich die gelehrten so sehr widersprachen hatten sie angst vor der Reaktion des Königs. Dieser fing aber einfach an zu lachen und bedankte sich. Er wüsste nun, dass ein Elefant einen Rüssel als Nase, Ohren wie Fächer, Beine wie Säulen und einen riesigen Körper mit ein paar Haaren und Rundungen hat. 

Die Gelehrten senkten sofort beschämt den Kopf, weil jeder von ihnen nur einen Teil des Elefanten ertastet hatte und diesen ohne weiter zu überlegen als gesamte Wahrheit betrachteten. 

Eine schöne kleine Geschichte die uns mal wieder daran erinnert auch weiter zu blicken als es der erste Eindruck vermittelt und auch nicht alles unhinterfragt zu glauben was einem vorgesetzt wird. Wir sollten uns immer ein Gesamtbild schaffen und miteinander reden. Wenn sich die Gelehrten am Elefanten ausgetauscht hätten, wäre ihnen die peinliche Situation beim König erspart geblieben. 

Ich will euch ermutigen mit offenen Augen raus zu gehen. Macht einen Spaziergang auf einer bekannten Strecke und versucht unterwegs 5 Dinge zu finden, die ihr bisher nie wahrgenommen habt. 
Erzählt uns davon in den Kommentaren! 
Es grüßt Montagsdenker Simon

Gerade jetzt im Winter sitze ich immer wieder vor dem Kamin, um nach einem langen Spaziergang ein bisschen Wärme zu tanken. Man zündet Papier oder einen Anzünder an und das Feuer breitet sich von einer kleinen Flamme am Streichholz zu einem lodernden Kaminfeuer aus.

Dabei musste ich an das Erdbeertal denken und insbesondere an viele schöne Erlebnisse der Evangelischen Jugend. Jeder der in den letzten Jahren im Erdbeertal war erinnert sich an die riesigen Lagerfeuer, die meistens Julian, Gregor, Philipp oder Aaron zaubern. Das Lagerfeuer spendet Wärme vor dem Schlafen und schafft die richtige Atmosphäre für eine Andacht. Wenn das Feuer beruhigend knistert kommen alle, trotz aufregendem Spieleabend, zur Ruhe und Entspannen.

Aber welche Gesichter hat Feuer noch? Für Tiere ist es ein Schrecken, für Menschen ein Segen, wenn es gebändigt wird. Es gibt uns Wärme, Licht und dient uns zum Kochen. Feuer ist ein Fluch, wenn es außer Kontrolle gerät. Dann richtet es Zerstörung an, tötet und hinterlässt nur Asche. Im Feuer steckt eine elementare Kraft. So sprechen wir vom Feuer der Leidenschaft oder von brennender Liebe. Wir können jemanden anfeuern und dem Müden Feuer unter dem Hintern machen. Schön, wenn uns ein Licht aufgeht.

Auch Gott nutzt die Symbolik des Feuers, um mit uns zu sprechen. So kommunizierte er durch einen brennenden Dornenbusch mit Moses. Der Dornenbusch stand in Flammen, wurde aber nicht von ihnen verzehrt. (Exodus 3, 3-10) Gott erklärte Moses, dass er ihn leiten wird, das Volk der Israeliten aus Ägypten zu führen und aus der Gefangenschaft zu Retten.

Vielleicht ist gerade deshalb das Feuer die passende Atmosphäre für eine Andacht im Erdbeertal. Denn hier können wir Gott ganz nahe sein und spüren seine Nähe durch das knisternde Feuer.

Jesus sagt: Ich bin das Licht der Welt!

Wo Menschen in seinem Namen zusammenkommen, da ist Licht.

Es breitet sich aus. Es wärmt uns.

Da ist Gottes Liebe mitten unter uns.

Amen.

Jetzt noch ein kleines Zitat zum Nachdenken.

„Mitten im tiefsten Winter wurde mir bewusst, dass tief in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt.“ (Albert Camus)

- Alyssa Lachmann

Laut Wikipedia schlafen die Deutschen im Durchschnitt 6 Stunden und 59 Minuten. Um ihr Schlafbedürfnis von 7 Stunden zu erfüllen reicht das gerade so aus. Ich, ich schlafe, länger und bin trotzdem müde. Immer so müde, ich werde schon müde vom müde sein.

Also was mach ich dagegen?

Kaffee. Rund 166 Liter Kaffee konsumiert jeder Deutsche pro Jahr. Ob ich so viel trinke? Wahrscheinlich mehr. Wenn ich morgens aufstehe bräuchte ich schon einen Kaffee nur um mir einen Kaffee zu machen, aber zumindest kann ich damit den Tag starten. Ich freue mich aber auch dann, wenn ich Abends wieder in meinem Bett liege. Und dann muss man am nächsten Tag wieder aufstehen, was ein Dilemma. Manchmal denke ich, ob man nicht im Bett leben könnte, auf jeden Fall hätte man irgendwann starke Rückenschmerzen.

Liegt die Müdigkeit am Schlaf selbst? Eher nicht, die Anzahl an Stunden ist bei mir schon egal, ob es nun 6 oder 10 Stunden sind, ich bin immer müde. Meinen Freunden geht es ähnlich, wir sind halt einfach Morgenmuffel. Ob das Ganze jetzt ein Schlafproblem ist? Ich weiß es nicht, aber eines weiß ich, dass ich dagegen was machen muss. Also informierte ich mich über Schlaf.

Ich stieß auf den Schlafrhythmus und bemerkte, dass ich mich selbst müde machte. Dadurch, dass ich nie zur selben Zeit ins Bett ging, setzte ich meinen Körper unter Stress und gewährte mir keine Erholung. Also setzte ich mir feste Uhrzeiten zum schlafen und wach sein. Ich denke, dass im Moment viele müde sind. Mit Homeoffice, den unregelmäßigen Arbeitszeiten und den täglichen Änderungen.

Das Jahr 2020 hat uns vieles abverlangt und dabei vielleicht auch den Schlaf. Nach so einer Zeit braucht man Struktur, einen Plan, ein Ziel. Die enge Bindung zu meinem Bett werde ich wohl nie verlieren, aber trotzdem hilft mir Ordnung gegen die Müdigkeit, mein Körper findet nun die nötige Ruhe um sich ganz zu erholen. Vielleicht kommt euch das bekannt vor?

Meine Lösung? Setzt euch mit dem Thema auseinander, überlegt wo das Problem liegen könnte, egal ob du nicht Schlafen kannst oder zu viel schläfst. Schlaf ist verdammt wichtig, und gesunder noch viel mehr. In diesem Sinne - Schlaft gut.

- Joel Rummer

Liedandacht zu 216 von OG Keemo

„Mein Vater sagte: „Halt ihnen nie die andere Wange hin! Sie werden uns nie lieben, weil wir anders sind.“... „Denen ist egal, wie viel Summe ihr macht. Ob ihr trappen seid oder, ob ihr 'nen Uni-Platz habt. Mit dieser Farbe stehst du automatisch unter Verdacht.“

Der aus Mainz stammende Deutschrapper OG Keemo spricht in seinem Lied 216 ein Thema an, das aktueller nicht sein könnte. In seinem Lied geht es um Rassismus und Polizeigewalt. Diese Taten finden täglich statt und wir bekommen es oftmals nicht mit wenn es sich ereignet. Alltagsrassismus passiert nebenbei und viele unbetroffene Menschen nehmen diesen nicht wahr. Nur der schwarze aus der Gruppe wird von der Polizei kontrolliert. Das Mädchen mit Kopftuch wird dumm angemacht aufgrund ihres Kleidungsstils und ihrer Religion. Mal eben ungefragt die Haare anfassen weil sie so anders aussehen. Wörter sagen, die sich nicht gehören. All das passiert täglich und viele dieser Taten werden nicht wahrgenommen. Man sollte deshalb aufmerksam durch die Welt gehen und etwas gegen diese Taten tun. Helft den Menschen, die den täglichen Rassismus, den Provokationen, der Schikane und der Gewalt ausgesetzt sind und klärt Unwissende auf.

Im vergangenen Jahr war das Thema sehr groß und viele Menschen gingen auf der ganzen Welt auf die Straßen. Rassismus, Polizeigewalt und Black Lives Matter. Auslöser war der Mord an den Afroamerikaner Georg Floyd durch einen Polizisten in den USA. Dadurch bekam die Bewegung Black Lives Matter ihre Aufmerksamkeit. Sie möchte sich gegen Gewalt gegen schwarze Menschen einsetzen. Die Bewegung gab es aber schon lange vor den Demonstrationen im letzten Jahr. Alles begann durch den Mord an Trayvon Martin und den Freispruch seines Täters. Aber wer denkt, dass die Aktionen Einzelfälle waren, der täuscht sich gewaltig. Rassismus passiert täglich.

Da diese Taten sich täglich zutragen, sollte man umso dringender aufstehen und etwas dagegen tun. Damit man in der Zukunft friedlich zusammenleben kann. Klärt andere auf, denkt nach bevor ihr falsch handelt und zeigt jedem den nötigen Respekt den er verdient. Mensch ist Mensch.

- Gregor Nunweiler

Weihrauch, Myrrhe und Gold,

Mehr hat man damals nicht gewollt.

„Wo kam das nochmal her?“

„Ist doch egal, wir wollen mehr!“

Der Sinn der Gaben ist aus den Köpfen verschwunden,

hauptsache man hat unter’m Baum die neuste Konsole gefunden.

Traurig ist es jedes Jahr aufs Neue,

man schwört Dingen an Neujahr die Treue,

und bricht sie bis zum Tag der Heiligen Drei Könige,

ja, an dieser Stelle was es ich, die hier beschönigte.

So gehen mir die Reime aus,

ich hoffe ihr macht was draus.

Erinnert euch an die wahre Bedeutung der Feste,

feiert sie und habt im Herzen stets die als Gäste,

die stehen euch nah – und könnt ihr zurzeit nicht sehen,

ich hoffe mit Verstand und Einsicht wird es uns bald besser gehen.

To make it international: stay home and safe,

like Bon Jovi once said: „Keep the faith!“

Jetzt trinkt Tee oder Kaffee und bleibt gesund,

tut in den Kommentaren eure Meinung kund.

- Jacqueline Stilgenbauer

Wie habt ihr die Weihnachtsfeiertage verbracht?

In dieser Zeit habe ich es als schwierig empfunden eine Entscheidung zu treffen, wie ich diese verbringen möchte. Normalerweise feiere ich an Heiligabend mit meinen Eltern und meiner Schwester bei uns zuhause. Auch meine Großeltern kommen immer vorbei und zusammen gehen wir in die Kirche. Am ersten Weihnachtsfeiertag besuchen wir meine Großeltern. Mein Patenonkel und meine Cousine kommen auch dazu und zusammen verbringen wir einen schönen Nachmittag.

Doch dieses Jahr haben wir auf den Kirchgang verzichtet und lediglich, auf Abstand, mit meinen Großeltern zusammen die Weihnachtsfeiertage verbracht.

Wie haben eure Weihnachtsfeiertage ausgesehen? Wart ihr in der Kirche? Habt ihr mit euren Eltern/ Großeltern/ Freunden zusammen Weihnachten verbracht?

Nun steht Silvester und Neujahr vor der Tür. Habt ihr euch schon entschieden, wie ihr feiern möchtet? Angesichts der Pandemie ist ja keine große Feier erlaubt…

Habt ihr euch Ziele fürs neue Jahr gesetzt? Ich habe keine Vorsätze für das kommende Jahr ,da ich weiß, dass ich mich ohnehin nicht dran halten würde. Auch weiß ich nicht, was das kommende Jahr alles an Überraschungen parat hält.

Dennoch möchte ich auf 2020 zurückblicken. Ich denke, wir sind uns einig, dass wir die Pandemie nicht gebraucht hätten! Aber vielleicht können wir trotzdem etwas positives aus diesem außergewöhnlichen Jahr mitnehmen.

Ich zum Beispiel habe mehr Zeit mit meiner Familie verbracht und gemerkt, auf welche Freunde es im Leben ankommt. Ich bin dankbar für die Zeit, die ich zum nachdenken hatte um herauszufinden, was ich eigentlich möchte! Ich hoffe, ihr denkt auch an schöne Sachen, wenn ihr auf das Jahr zurückblickt.

Schreibt doch gerne eure Eindrücke, Erlebnisse, Wünsche für die Zukunft in die Kommentare!

Der DSK wünscht euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und wir hoffen, ihr bleibt alle gesund!

- Michelle Hüttel

Ab Oktober sehen wir Häuser und Gärten in 1000 grellen Lichterketten und bunter Deko erstrahlen. Im Inneren sind Plätzchen und Weihnachtsbaum bereit.

Geschäfte werben mit Angeboten für Weihnachtsgeschenke, die wir aber erst im Panik-Modus eine Woche vor Weihnachten kaufen. Geschenke werden ja erwartet, oder?

Aufsteller wie der im Bild sind in Supermärkten keine Seltenheit. Ein 5-Gänge Menu ist auch ein Muss, oder?

Wenn der Vorweihnachtsstress geschafft ist, bieten der Heilige Abend und die Weihnachtsfeiertage noch mehr Stress. Familiengottesdienst, Geschenke auspacken, Treffen mit den Verwandten und Essen sind Programm. Danach sind wir völlig kaputt.

Wir freuen uns das ganze Jahr auf diese Zeit und wenn sie dann da ist, sind wir froh, wenn es wieder vorbei ist.

So können wir die Zeit sicher nicht genießen.

Bei der ganzen Hektik gerät der ursprüngliche Weihnachtsgedanke schnell in Vergessenheit.

Es ist kein Wettbewerb ums beste Essen oder ein Aufruf zu kopflosem Konsumverhalten.

Fern ab davon steht die Feier der Geburt Jesu. In dieser Heiligen Nacht ist Gott Mensch geworden, hat uns seinen Sohn anvertraut. Die Menschen haben einen weiten Weg auf sich genommen, um Jesus in dem Stall zu begrüßen. Sie versammelten sich, um die Geburt und das Fest der Liebe zu feiern. Und es war ihnen egal, ob Maria und Josef Essen gekocht oder Geschenke für sie hatten.

Diese Einstellung, sollten wir uns zu Herzen nehmen. Denn in diesem Jahr wird Weihnachten anders sein als die Jahre zuvor. Große Familienfeste und Treffen mit vielen Freunden werden dieses Jahr nicht möglich sein. Wir müssen uns entscheiden, wie wir uns verhalten. Dazu sollten wir uns bewusst machen, was uns wirklich wichtig ist. Arrangieren wir uns dieses Jahr mit einem Miniformat? Feiern wir trotzdem mit allen und riskieren unsere und ihre Gesundheit? Ist es uns das wert?

Uns liegen schließlich nicht die Geschenke oder das Essen am Herzen, die können ersetzt werden. Unsere Liebsten können das aber nicht. Deshalb stehen sie, ihre Liebe und Gesundheit an erster Stelle.

Ganz besonders dieses Jahr sollten wir uns das sehr bewusst machen. Denn Liebe kann auch über die Ferne ausgedrückt werden.

~ Pia Benker