Gedanken unserer Mitarbeitenden - jeden Montag neu!

Liedandacht zu Blau von LUNA #Montagsdenker

„Schon im Kindergarten hab ich blau getragen.“ In unserer Gesellschaft gibt es verschiedene Stereotypen, die sich etabliert haben. Rosa und Pink sind für Mädchen Blau und Grün sind für Jungs. Wenn man zur Geburt eines Mädchens etwas schenkt ist es meistens ein Strampler in Rosa und bei Jungs meistens in Blau. Dabei gibt es viele Mädchen die Rosa gar nicht mögen. Oft denke ich dabei an meine Schwester, die lieber mit Jungs Fußball gespielt hat und kein Rosa oder Pink anziehen wollte. Luna singt in ihrem Lied von den Stereotypen mit denen sie konfrontiert wurde, dass sie Aufsehen erregt hat, weil sie blau getragen hat. Aber was ist eigentlich typisch Mann und typisch Frau? Frauen Schminken sich und tragen High Heels. Aber wusstet ihr, dass High Heels ursprünglich von Männern getragen wurden? Zuerst begannen die Perser Schuhe mit Absätzen zu tragen, weil diese beim Reiten einen festeren Halt gaben. Später wurden hohe Schuhe ein Symbol von Männlichkeit, weil es die Männer größer werden ließ. Erst im 17. Jh. wollten auch Frauen hohe Schuhe tragen, um männlicher zu wirken, dies führte dazu, dass Männer keine hohen Schuhe mehr trugen um nicht weiblicher zu wirken.

 

Auch die Schminke wurde Führer auch von Männern getragen, denn kaum ein Mann von Adel traute sich ohne Schminke in die Öffentlichkeit. Selbst die alten Ägypter schminkten sich um so den Göttern näher zu sein.

 

Wie lächerlich eigentlich jemanden auf die Farbe seiner Kleidung, Makeup oder High Heels zu reduzieren. Lunas Massage ist, dass man sich nicht verbiegen lassen soll, die Menschen einfach labern lassen und man so sein soll, wie man ist. In einer Zeile heißt es, „denn ich weiß ich bin gut so“ und „Gott macht keine Fehler, denn ich weiß, dass er mich so gewollt hat.“ Das Lied gibt meiner Meinung nach so viele Messages, denn ihre Mama hat ihr immer gesagt, dass sie sich nicht verbiegen lassen soll und dass sie gut so ist wie sie ist. Sie wird von ihrer Mama angenommen und akzeptiert. 
Das ist das was für mich Christentum bedeutet, die Menschen so anzunehmen wie sie sind, ob sie nun Blau oder Rosa tragen. Denn Gott bevorzugt oder benachteiligt niemanden. (Römer 2, 11) Vor Gott ist jeder gleich.

- Ally

99 Luftballons am Himmel, was denk ihr woher die stammen? Vielleicht von einer Feier?
Im Lied kommt der General zu einem anderen Schluss. Er hält die Ballons für Ufos und schickt direkt mal eine Fliegerstaffel los, um das zu kontrollieren und die haben vorsorglich mal auf die Luftballons geschossen. Das haben andere Kriegsminister gesehen, sich angegriffen gefühlt, haben ohne nachzudenken reagiert und einen Krieg ausgerufen und am Ende lag die Welt in Trümmern. Hätten sie mal genauer hin geschaut hätte sie erkannt, dass es nur 99 Luftballons sind. Und bekanntermaßen sind Luftballons ungefährlich, ja sogar recht friedlich.
Man könnte über diese Dummheit lachen – wenn das Ergebnis nicht so dramatisch wäre. Leider gibt es auch heute Menschen die sich von allem und jedem bedroht fühlen, ohne richtig nachzufragen oder genau hinzuschauen.
An meiner Konfirmation haben wir für jede*n Konfi einen Luftballon mit Wünschen von uns darin steigen lassen. Am Himmel waren dann knapp 30 Luftballons zu sehen und niemand im Dorf hat das für einen feindlichen Angriff gehalten. Im Gegenteil, sie haben sich über die Ballons gefreut.
Die Jahreslosung der Evangelischen Kirche Deutschlands von 2019 lautete „Suche den Frieden und jage ihm nach“. (Psalm 34, 15). Dazu war auf meinem Kalender in diesem Jahr eine weiße Friedenstaube abgebildet. „Suche den Frieden und jage ihm nach“ So haben sich die Menschen bei meiner Konfirmation verhalten. Die Kriegsminister haben genau das Gegenteil gemacht. Sie haben in den Ballons einen Angriff gesehen, sie haben den Krieg auf „Teufel komm raus“ gesucht.
Wie ist das bei uns selbst? Wenn ihr euch umschaut, mit welchen Augen seht ihr eure Umwelt und eure Mitmenschen? Mit den Augen des Krieges, die hinter allem und jedem eine Gefahr oder einen Angriff vermuten? Oder mit den Augen des Friedens, die in allem etwas Gutes sehen? Mit den Augen der Liebe, die auch im schlimmsten Feind ein Freund sehen können?
Da fängt es schon im Kleinen an, nämlich bei uns selbst und unseren Entscheidungen. Wir entscheiden, wie wir unsere Umwelt und Mitmenschen sehen.
Wir entscheiden: Krieg oder Frieden. Hass oder Liebe. Wofür entscheidest du dich?
#montagsdenker Pia

„Das war die schönste Zeit (die schönste Zeit). Weil alles dort begann (die schönste Zeit). Und Berlin war wie New York. Ein meilenweit entfernter Ort. Und deine Tränen waren Kajal. An dem Tag als Kurt Cobain starb lagst du in meinen Armen. Das war die schönste Zeit (die schönste Zeit).
Weil alles dort begann (die schönste Zeit).“
Was der deutsche Musiker Bosse in seinem berühmten Lied uns Zuhörern erzählt, ist die schöne Zeit die er mit einer ganz besonderen Person erlebt hat. Sie erlebten viel in ihrer gemeinsamen Zeit und er erinnert sich an die gemeinsamen Erlebnisse zurück, wie er beispielsweise sie in seinen Armen hielt, als Kurt Cobain von Nirvana starb oder die beiden sich einen Walkman teilten.
Auch wenn ich am heutigen Grundkurstag nicht dabei sein kann, ist es bestimmt eine schöne Zeit, die ihr miteinander als Gruppe, als evangelische Jugend verbringt. Ich denke auch gerne an die schönen Zeiten zurück, die wir miteinander verbracht haben. Die vergangenen Erdbeertale, andere Freizeiten und Veranstaltungen die wir gemeinsam erlebt haben. All diese Erinnerungen waren für mich persönlich eine schöne Zeit. Auch wenn es momentan schwierig ist, sich zu sehen, könnt ihr euch alle an die erlebten Momente ebenfalls erinnern, wie wir die Grundkurse absolviert haben, an unsere Mithilfe an den Freizeiten, die Mitarbeitergespräche bis tief in die Nacht, das Organisatorische und die langen Gespräche am Lagerfeuer. Wir konnten in den ganzen Jahren schöne Erlebnisse und Erfahrungen sammeln, lernten uns untereinander immer besser kennen und wurden auch zu engen Freunden und sogar Beziehungen entstanden. Auch viele neue Gesichter kamen in die evangelische Jugend hinzu und von manchen hat man lange nichts mehr gehört. Dennoch hatten wir bisher in all den Jahren eine schöne Zeit miteinander und die schöne Zeit wird weitergehen. Deswegen habt noch einen schönen Abend, trinkt ordentlich was für mich mit, habt schöne Gespräche am Lagerfeuer, haut rein beim Frühstück, singt laute und leise Lieder und habt einfach eine schöne Zeit miteinander und passt auf euch auf.
LG Euer Naturgregor
#montagsdenker

„An guten Tagen ist unser Lachen echt und alle Fragen weg - auch wenn's nur jetzt und nicht für immer ist!“ Das Zitat von Johannes Oerding beschreibt unser Wochenende ziemlich gut!
Denn am Samstag haben wir uns als Evangelische Jugend endlich mal wiedergesehen – also so richtig in echt. Auf dem Grundkurstag sind wir zusammenzukommen, um alte Bekannte wiederzutreffen, uns auszutauschen und ein paar gute Stunden gemeinsam zu erleben.
Los ging’s gegen 14 Uhr – da haben die ersten Motivierten schon ihr Zelt aufgebaut (was sich später als sinnvoll herausstellte, da so eine Zusammenkunft eben bis in die Nacht dauern kann – ähnlich wie die Mitarbeitenden-Besprechungen auf unseren Freizeiten ). Und weil wir uns ja schon lange nicht mehr gesehen hatten, muss wir uns mit ein paar Kennlernspielen erst mal Wiederkennen lernen, herzhaftes Lachen miteingeschlossen.
Matthias hat dann auch noch ein Superspiel in die Runde geworfen, bei dem wir kurzfristig unter Gedächtnisschwund zu leiden schienen (Solltet ihr die Story dazu nicht gesehen haben, dann schaut euch unbedingt das Story-Highlight zum GK-Tag an!)
Zur Stärkung gab es richtig leckere Pizza von der Elmsteiner Metzgerei – leider war es uns auch in diesem Jahr Corona bedingt nicht möglich, unsere Pizza und Crêpes selbstzumachen. Nach Speis´ und Trank wurden diverse Gesellschaftsspiele in kleineren und größeren Gruppen gespielt, wir haben uns austauschen können – aber vor allem haben wir alle richtig viel und herzlich gelacht.
Pünktlich um 22 Uhr saßen wir alle im Kreis ums Lagerfeuer um der Andacht (diese folgt nächste Woche als #montagsdenker) zu lauschen. Mit einem gemeinsamem Lied haben wir den offiziellen Teil des Abends verabschiedet.
Nach einer kurzen Nacht waren wir fast alle wieder pünktlich um 8 Uhr zum Küchendienst und Frühstück und haben anschließend all unsere Spuren beseitigt.
Wir hatten riesig Spaß und freuen uns auf das nächste Mal, was gar nicht so lange dauert, am 11. Und 12. September steht in Kibo der 20. Geburtstag der JUZ also das #juzilaeum an!
Es berichteten eure Rasenden Reporterinnen Jacky und Pia

Zum Lied "meine Liebe" von Wilhelmine

Heute vor einer Woche am 17. Mai war der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie, Biphobie und Interphobie, kurz IDAHOBIT-Day.

Genau an diesem Tag spielt meine automatische Playlist passenderweise das Lied von Wilhelmine – Meine Liebe.

Wilhelmine ist selbst im bunten Berlin aufgewachsen, in einem besetzten Haus mit ganz viel politischen Parteien und sagt selbst, das war für sie ein Gefühl von Freiheit, so viele unterschiedliche Menschen zu erleben, auf eine deutsch-türkische Kita zu gehen, die Vielfalt der Lebensentwürfe unterschiedlicher Individuen und Kulturen hautnah zu erleben.

Ortswechsel. Als sie dann später mit ihrer Familie ins Wendland zieht, also in eine richtig dörfliche Gegend, und einige Jahre später ihre erst feste Freundin mitbringt, merkt sie plötzlich, dass von dieser Freiheit nichts mehr viel übrig ist. Dort scheinen die „grauen Fassaden“ zu überwiegen.

„So wie ich bin, darf ich hier nicht sein“.

Blicke, Gerede, Ablehnung.

Und sie fragt sich „Warum ist meine Liebe deiner Rede wert?“

Wieder einmal merke ich, was für ein Privileg ich eigentlich habe. Noch nie in meinem Leben hat jemand meine Beziehung zu meinem Partner ganz grundsätzlich hinterfragt.

Klar, da gibt und gab es diese Fragen meiner Eltern, meiner Schwester, meiner Freunde, ob wir wirklich schon so schnell zusammenziehen wollen, ob wir gemeinsam gut klarkommen, ob ich glücklich bin usw. Aber das sind Fragen, die haben etwas für mich mit Fürsorge zu tun.

Da ist doch ein gewaltiger Unterschied. Ich musste mich nie rechtfertigen, warum ich mich gerade in einen Mann verliebe und mit ihm diese Liebe offen leben möchte. Niemand hat das je hinterfragt oder gar in Frage gestellt, ob das richtig sei.

Und wieder singt Wilhelmine: „Warum ist meine Liebe deiner Rede wert?“

Als ich diesen Satz im Lied von Wilhelmine gehört habe, hat es mich wirklich umgehauen.

Für mich ein Satz, der an Poesie gar nicht zu übertreffen ist.

„Warum ist meine Liebe deiner Rede wert?“

Ich finde da steckt so viel drin.

Wie oft hast du schon den Satz benutzt „Sei einfach wie du bist, tu einfach wonach dir ist“.

Wie oft hast du das Lied „Vergiss es nie“ mit der Zeile „Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu. Du bist du, das ist der Clou“ lauthals im Gottesdienst mitgesungen?

Und das dann tatsächlich so gemeint?
 

Jemanden einfach so sein lassen, wie er ist.

Jemanden einfach als Mensch so annehmen, wie ihn Gott gemacht hat.

 

Einfach?

Einfach tun, was richtig für mich ist.

Einfach sagen, was man denkt.

Einfach leben, was man fühlt.

Einfach lieben, wen man liebt.

Einfach ist nicht immer leicht.

Einfach ist manchmal ganz schön schwer.

 

Aber Wilhelmine strahlt so eine Power aus und gibt mir Hoffnung, dass sich da gerade viel tut.

Sie fühlt sich zwar fehl am Platz. „Fühlt sich so an, als ob es mich zerreißt“ singt sie zu Beginn des Songs. Aber sie trifft eine Entscheidung. Sie zweifelt nicht länger an dem, wer sie ist, was sie fühlt, wen sie liebt. Sie umgibt sich mit Menschen, die sie so nehmen, wie sie ist und zieht wieder zurück ins bunte Berlin.

Ich wünsche mir, dass die „grauen Fassaden“, die sie in ihrem Dorf vorgefunden hat, dort und auch in allen anderen Orten und Gotteshäusern unserer Welt immer weiter bröckeln, dass alle Menschen wie Wilhelmine sagen können:

„Ich versteck' sie nicht“

„Ich versteck' mich nicht mehr“-

Die Liebe,

ohne die wir doch alle ziemlich alleine wären.

 

Lieber Gott,

danke, dass du mich wunderbar gemacht hast. Hilf mir zu dem Menschen zu stehen, der ich sein will und zu dem Menschen zu stehen, den ich liebe. Und hilf mir die Augen zu öffnen, für Situationen, in denen andere Menschen verurteilt und eingeschränkt werden, für etwas, was sich Liebe nennt. 

Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. (1. Johannes 4, 16)

Amen.

Julia Barz

#Montagsdenker

Heute ist Pfingstmontag. Aber was bedeutet Pfingsten eigentlich? Pfingsten ist das Fest der Heiligen Geistkraft. Aber so richtig greifbar ist dieser Begriff für mich nicht. So heißt es auf der Website der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau: "Dieser gute Geist bewirkt bei Menschen, nicht nur früher, sondern auch heute neue Kraft, neuen Mut. Wer vom Heiligen Geist erfüllt wird, spürt, dass sich innerliche Leere füllt mit der Liebe, die von Gott kommt." Mit den Begriffen Kraft, Mut und Liebe kann ich schon mehr anfangen. Kraft, Stärke und Energie brauchen wir gerade in der aktuellen Zeit sehr viel. Mir fehlt oft die Energie mich auf meinen Online-Unterricht einzulassen. Ich bin nach 4h Online-Uni oft geschaffter, als nach einem ganzen Tag real in der Hochschule. Da bin ich sicher nicht die Einzige. Da müssen wir momentan alle durch, deshalb kann sicher jeder die Kraft vom Heiligen Geist gut gebrauchen und auch den freien Tag oder die Pfingstferien um neue Kraft zu tanken. Auch Mut kann ich gut gebrauchen. Letzte Woche war ich in einem Garten-Center und vor mir an der Kasse war eine Frau im Rollstuhl. Sie hatte Probleme ihren Einkauf zu verstauen. Ich wollte ihr helfen, aber bemerkte an mir ein kurzes Zögern. „Es ist doch Corona! Abstand halten!“ meldete sich eine leise Stimme in meinem Kopf. Ich verdrängte die Stimme schnell mit dem Gedanken „Ich bin ja jetzt geimpft!“ und habe ihr meine Hilfe angeboten, die sie auch dankbar annahm. Als ich dann in meinem Auto war, ärgerte ich mich über mich selbst. Dieses Zögern und die Unsicherheit, die Corona in mir auslöst gefällt mir gar nicht. Immer wieder bemerke ich, dass sich die Menschen egoistisch verhalten. Jeder nur noch an sein wohl denkt. Aber die Dankbarkeit der Frau hat mir wirklich den Tag versüßt. Ich glaube, gerade in Zeiten von Corona müssen wir zusammenhalten und Nächstenliebe zu zeigen. Denn so können wir uns selbst und unseren Mitmenschen den Tag verschönern. Die Nächstenliebe war auch für Jesus besonders wichtig, denn als er gefragt wurde, welches Gebot das wichtigste ist, antwortete er: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ Das sollten wir uns zu Herzen nehmen.

Alyssa Lachmann

„Was bekommt denn der junge Mann?“
„Das würd‘ ich ihn da machen lassen“
„Er muss da länger warten“
„Junger Mann sie stehen im Weg“
„Ey Junge, du stehst in der falschen Schlange.“

Sätze wie diese bekomme ich seit über 3 Jahren immer wieder zu hören. Gemeint sind nicht etwa andere Männer die zufällig auch gerade da sind, sondern ich. Aber ich bin nun mal kein junger Mann. Deshalb korrigiere ich die Menschen meistens mit Sätzen wie „Ich bin zwar kein junger Mann aber ich gehe ihnen trotzdem aus dem Weg“ oder „Der Kerl is kein Kerl und steht deswegen in der richtigen Schlange“. Letzte Situation ereignete sich in der Kloschlange auf dem Oktoberfest. Ich muss wohl nicht sagen, dass mein Gegenüber morgens um 11 Uhr morgens schon nicht mehr klar gesprochen hat. Sie hat sich dann auch überschwänglich entschuldigt. Das tun die meisten. Sie machen das ja nicht mit einer bösen Absicht oder um mich zu ärgern.

Aber nicht jede*r reagiert so, manche sind nicht so freundlich. Sätze wie „Dann lass dir mal Zöpfe wachsen und zieh‘ nen Rock an, dass man das von hinten erkennt“ kommen auch ab und an zurück. In der besagten Situation wusste ich nicht was zu antworten und hab einfach „Ne danke“ gesagt. Heute kenne ich einen guten Konter „Kaufen Sie sich mal eine Brille, dann erkennen Sies auch so.“

 

In manchen Situationen wiederrum sage ich aber auch gar nicht erst, dass ich kein junger Kerl bin. So wie letzte Woche. Ich wurde dem Klienten als „unsere Studentin“ vorgestellt. Hatte er vielleicht nicht richtig verstanden, denn er hat mich später als „er“ und „der junge Kerl“ bezeichnet. Meine Kollegin hat mich dann bewusst mit meinem Vornamen angesprochen, dennoch war ich weiter „der junge Kerl“.

Hab ich ihn darauf hingewiesen? Nein.

Warum? Weiß ich selbst nicht genau. Ich nehme ihm das nicht böse, denn ich glaube nicht, dass es Absicht oder bewusst war. Für ihn war klar: kurze Haare = männlich. Vermutlich hat er meinen Namen gar nicht richtig verstanden oder dachte er hat sich verhört. Ich wollte ihn dann aber auch nicht in eine unangenehme Situation bringen, in dem ich sage, dass ich kein Kerl bin.

Im Nachhinein haben meine Kollegin und ich darüber gelacht.

Auf dem Heimweg habe ich im Zug dann durch Zufall das Lied „Colours“ von Stefanie Heinzmann gehört.

„Schneide deine Haare, aber niemals zu kurz.
Schminke dich, um deine Fehler zu überdecken.“

Schon die ersten beiden Zeilen haben ziemlichen gut zu mir gepasst. Manche würde sagen, dass meine Haare zu kurz sind und schminken tue ich mich jetzt schon seit Jahren nicht mehr.

„Setz dich hin und pass dich der Masse an.
Sag was, aber nie zu laut.“

Genau das habe ich mit 13/14 gemacht. Ich war immer ein stiller Teil der Masse, meine Meinung sagen? Unvorstellbar. Alle Mädels haben sich geschminkt, Nägel lackiert und hatten lange Haare, so auch ich. Rückblickend würde ich das nicht mehr so machen. Warum? Lange Haare und eine Schicht MakeUp passen einfach nicht zu mir, vielleicht haben sie das nie. Aber wie sagt man so schön: Hinterher ist man immer schlauer.

„Und was wäre, wenn du mit all den Teilen, die dich ausmachen, zufrieden wärst?
Was wäre, wenn der Spiegel zu dir sagt: Du bist ein Kunstwerk, schön so wie du bist.“

Geht das überhaupt? Und wenn ja, wie wäre es sich selbst vollkommen zu akzeptieren?

Eine Antwort darauf kann ich euch nicht geben. Das muss letztendlich jeder für sich herausfinden. Ich kann euch ja nicht vorschreiben, was ihr denken, fühlen und tuen sollt. Das kann niemand.

„Ich weiß, es ist schwer, wenn man nicht dazu gehört
Deswegen hälst du dich bei allem zurück
Das bist nicht du.
Sei du selbst, trag dein Herz auf der Zunge
Lass dein Licht leuchten, jeder kann es sehen
Das bist du“

Sei du selbst. Das klingt ziemlich einfach, ist es aber nicht. Denn wir stoßen immer wieder auf Gegenwind von anderen. Wir stoßen auf Rollen und Etikette, die durch unsere Kultur etabliert sind. Diese zu durchbrechen und sein eigenes Ding zu machen ist gar nicht so einfach. Und da fängt es schon bei der Frisur an. Wo steht denn geschrieben, dass Frauen immer lange und Männer immer kurze Haare haben müssen. Wer schreibt vor, dass Frauen hohe Schuhe tragen oder Männer sich nicht schminken dürfen? Wer schreibt mir vor, wie ich mich zu fühlen und zu verhalten habe? Wer schreibt mir vor, wer ich bin?

Richtig! Das steht nirgends und niemand kann es uns vorschreiben. Denn jede*r einzelne von uns kann das selbst entscheiden.

Wenn Gott das nicht so gewollt hätte, dass wir unser eigenes Ding machen, hätte er uns nicht so geschaffen wie wir sind. Wenn er gewollt hätte, dass wir alle gleich sind hätte er Roboter gebaut die nur Befehlen folgen.

Aber genau das hat er nicht getan. Er hat uns allen eine Persönlichkeit gegeben. Und keine davon gleicht der anderen. Jeder ist anders. Manche scheinen das aber leider vergessen zu haben.

„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an.“ (1. Sam 16,7)

Genau das ist das Problem, oft sehen Menschen nur das Äußere, die Haare, die Kleidung, die Schminke und sofort urteilen sie über dich. Tiefer als bis zu den Kleidern geht ihr Blick nicht. Sie sehen, was sie sehen wollen. In dieser Hinsicht können wir noch sehr viel lernen. Und das nicht zuletzt von Gott, denn er schaut tiefer als bis zur Kleidung. Er kann unser Herz sehen, sieht die Persönlichkeit, die er uns gegeben hat. Er urteilt nicht über uns, sondern liebt uns so wie wir sind.

Stefanie Heinzmann singt es uns vor:

„Du bist ein Kunstwerk. Schön so wie du bist.“

Wir sind eben keine Massenproduktion, wir sind nicht gemacht, um Fehlerfrei und perfekt zu sein. Wir sind gemacht um wir selbst zu sein. Und darauf können wir mächtig stolz sein und es auch ruhig zeigen: Denn jeder ist ein Kunstwerk Gottes.

Pia Benker

Liedandacht zum Lied „Blue Hour“ von den Leoniden
TW: Angst, Depressionen

„Remember the darkness. Remember the dark and how it hurt. Every blue hour we're weak in the knees again.“
„Erinnere dich an die Dunkelheit. Erinnere dich an die Dunkelheit und wie es schmerzt. In jeder blaue Stunde in der die Knie wieder schwach werden.“
In diesem Lied beschreibt der Sänger der Leoniden namens Jakob seine dunkelsten Zeiten und Probleme, die er mittlerweile seit 4 Jahren mit sich trägt. Seine Gefühle und Gedanken zu seinen Depressionen und den Angstzuständen teilte er auch mit seinen Fans in einem langen Text, den er auf Instagram veröffentlichte. Wenn man die Songs der aus Kiel stammenden Band anhört, dann sind sie oftmals fröhlich und energiegeladen. Man möchte mitsingen und zu ihnen tanzen. Man kennt das eigentlich nicht so von den Jungs und so richtig verstand auch Jakob das ganze nicht. Vielen Menschen kennen heutzutage diesen Zustand. Manche bekommen Hilfe um das ganze zu verarbeiten und manch andere sind damit komplett alleine und wissen sich nicht zu helfen. Viele begleitet das schon sehr lange. Auch die Person die immer fröhlich erscheint, kann sich abends in den Schlaf weinen, weil sie nicht mehr weiter weiß. Wir können nicht wissen, wer von dem Thema Depressionen betroffen ist und wie lange manche Personen schon darunter leiden und niemand ihnen zuhört. Wir sollten auf jeden achten und die Krankheit vor allem ernst nehmen, den Menschen Mut zusprechen, damit sie sich öffnen können und nicht mehr schämen müssen oder das ganze in sich hineinfressen. Depressionen, Angstzustände Panikattacken und andere psychische Krankheiten sollten kein Tabuthema sein. Leiht den Menschen ein offenes Ohr und seid ein sicherer Hafen für sie, sodass sie ebenfalls wie Jakob von den Leoniden über ihre Erfahrungen berichten können.
Und falls du ebenfalls davon betroffen bist, dann lass bitte den Kopf nicht hängen und versuch darüber zu sprechen. Es ist vielleicht leichter gesagt, als getan, aber nach jedem Regenschauer kommt auch wieder der Sonnenschein. Du bist etwas besonderes, auch wenn du es nicht so siehst.

#montagsdenker Gregor

"Warte auf mich, ich komme wieder. Wann, weiss ich nicht. Warte auf mich." Mit diesen Worten besingt Henning May, der Sänger der Band "AnnenMayKantereit", auf ihrem neuen Album "12" das Meer. 
"Der Weg ist versperrt, ich seh nirgendwo Meer. Der Horizont ist leer." Worte, in denen auch ich mich wiederfinde. In denen sich vermutlich jeder von uns wiederfindet. Vielleicht würdet ihr etwas anderem sagen, es solle auf euch warten: 
"Warte auf mich, ich komme wieder, Meer."
"Warte auf mich, ich komme wieder, Erdbeertal." 
"Warte auf mich, ich komme wieder, lange Filmnächte mit Freunden." 
"Warte auf mich, ich komme wieder, Eis essen am See."  

Henning May singt in der Strophe: "Und solang ich nicht weiß, wie weitergeht, kann ich die Segel nicht setzen." Ungewissheit, die das Vermissen der kleinen Dinge noch größer macht. Wann ist es wieder soweit, dass wir all das sehen können, was wonach wir uns sehnen? Wann ist es wieder normaler? 
Kein Mensch kann diese Fragen beantworten. Es bleibt uns nur, die Hoffnung nicht zu verlieren. 
Offenbarung 21,4 spiegelt uns diese Hoffnung wieder: "Und Gott wird abelwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein. Denn das Erste ist vergangen." 
Und ja, das Erste ist vergangen. Es kann nur besser werden. Verliert nicht den Mut, behaltet eure Hoffnung bei.

#montagsdenker Jacky

Neulich verletzte sich ein Kind bei mir in der Kita. Während ich es tröstete kamen wir ins Gespräch. Das Mädchen sagte mir sie wünsche sich nur 3 Sachen auf der Welt:
Das man keine Schmerzen hat, das man nie sterben muss und das man nie erwachsen wird. 

Mich berührten diese Wünsche ungemein und ich kam nicht umhin mir lange darüber Gedanken zu machen. Diese Wünsche fühlen sich so tief und durchdacht für eine Fünfjährige an, dass ich dem Ganzen einen unglaublichen Respekt zolle. 

Nun philosophierten wir gleich im Anschluss noch eine Weile und stellten uns allerlei Fragen. 

Was wäre wenn wir keine Schmerzen fühlen könnten? Wären wir übermütig, weil wir nicht merken würden wenn etwas zu heiß, der Schnitt zu tief oder die Fallhöhe zu hoch ist? Würden wir nicht merken wenn wir im Begriff wären zu sterben? Müsste dieser Wunsch dann nicht unbedingt mit dem Wunsch einhergehen nicht sterben zu können?
Aber was wäre dann? Das Mädchen sagte, sie hätte dann ihre ganze Familie noch bei sich und müsste sich um niemanden sorgen. Stimmt.
Ich hatte den Gedanken, dass die Menschen vielleicht viel antriebsloser wären. Unproduktiver, wenn man endlos Zeit für Dinge hätte. Vielleicht hätten wir alle weniger Stress? Vielleicht ist es gut dass uns eine bestimmte Zeit gegeben ist, in der wir lernen und etwas erschaffen können. Vielleicht macht das unsere Persönlichkeiten stärker, weil wir Entscheidungen treffen müssen. 
Wenn wir das nicht müssten, wäre uns vielleicht vergleichsweise schnell langweilig weil wir schon alles gemacht haben was es auf dieser Welt zutun gibt.
Alles natürlich nur Theorie. 
Wie würde man die Welt verstehen, wenn man Jesus die Hand geschüttelt, und im selben Leben einen Atomkrieg miterlebt hätte? Gäbe es überhaupt Kriege? Wir hätten doch dann alles. Vielleicht.
Der letzte Wunsch, war allerdings dann für uns beide gar nicht so hypothetisch. Das Mädchen kam selbst schnell zu dem Entschluss dass man im Leben immer der selbe Mensch, das Kind ist. Nur eben größer.
Vielleicht ist alles gut so wie es ist. 

Es liegt nicht in unserer Macht, zu entscheiden ob wir leben oder sterben. Wir müssen nur entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen wollen, die uns gegeben ist.

#montagsdenker Alex 

#montagsdenker gehalten von Luise Hussung an der DSK-Sitzung am 22.06.2015
Zuhause. Was ist das überhaupt? Ein Wort, das ständig in den Mund genommen wird und für jeden selbstverständlich erscheint. Wenn man „zuhause“ zunächst einmal hört, stellt man sich ein Gebäude vor – meist das eigene Haus, die eigene Wohnung oder das eigene Zimmer. Auch wenn man im Wörterbuch nach einer genauen Definition sucht, findet man folgende Erklärung: „Zuhause kommt von Haus – Das ist die Wohnung (das Heim), in dem man ständig lebt.“  Doch ist das alles? Ist es allein das Gebäude? der materielle Gegenstand? Klar haben wir durch das Haus ein Dach über dem Kopf, dass uns vor der Kälte schützt, doch hinter dem Wort „zuhause“ steckt noch viel mehr! Erst kürzlich habe ich die Erfahrung gemacht, von zuhause weg zugehen. An einen anderen Ort, an dem ich eine kleine Wohnung bezogen habe. Erst jetzt habe ich mein zuhause richtig schätzen gelernt! Ein Ort, an dem man immer mit offenen Armen empfangen wird und an den man immer wieder zurückkehren kann. Ein Ort, an dem man sich geborgen fühlt. Dort, wo man sich nicht verstellen muss, um angenommen zu werden. Hier trifft man auf Verständnis! Doch leider haben nicht alle Menschen auf Erden einen solchen Ort, den sie ihr zuhause nennen können. Das mag verschiedene Gründe haben, doch eins ist sicher: Wir Menschen brauchen alle einen Ort, an dem wir Zuflucht finden können, wenn wir dem Druck, dem Stress und dem Streit der Welt da draußen nicht gewachsen sind und diesem entfliehen möchten. In der Bibel steht geschrieben, dass man diesen Zufluchtsort auch und vor allen Dingen bei Gott finden kann. „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott auf den ich hoffe!“ (Psalm 91) Dieser Vers aus der Bibel gibt uns Christen also die Hoffnung und Zuversicht, dass egal wer wir sind, wir einen Platz unter dem Schirm Gottes haben und dort unser zuhause finden können. Denn der Mensch, der einen solchen Platz hat, kann in Gott Vertrauen haben und mit viel Kraft das Leben in der Welt da draußen bewältigen und bestehen.

#montagsdenker
Liedandacht, zum Lied „Rennen und Stolpern“ - Jupiter Jones
„Wir können rennen, wir dürfen stolpern, man hat´s noch nicht verloren, nur weil mans vermisst.“
Jeder hat das doch schon mal erlebt, man „rennt“ durchs Leben, alles läuft super, man denkt, nichts kann einen stoppen. Und dann auf einmal, unerwartet, wie aus dem Nichts, passiert etwas, dass einen voll aus der Bahn wirft. In solchen Momenten kommt einem dann alles unmöglich und sinnlos vor, man ist ganz kurz davor, alles hinzuwerfen und einfach aufzugeben. In genau diesen Monenten ist es wichtig, die schönen Dinge im Leben nicht aus dem Blickwinkel zu verlieren und sich an die Menschen zu erinnern, die einem helfen. Man muss immer wieder aufstehen, und sagen: „Alles wird gut!“ Schon die Bibel zeigt uns, dass man auch nach der größten Niederlage wieder aufstehen (auferstehen) kann, auch Jesus ist „gestolpert“, wurde verraten, gekreuzigt, und ist gestorben. Jesus hat stehts auf seinen Vater, unseren Gott, vertraut und wurde belohnt.

Aber auch er ist wieder aufgestanden und hat allen, auch denen, die nicht an ihn geglaubt haben gezeigt, dass auch der Glaube helfen kann, immer wieder auf den richtigen Weg zu kommen, und weiterzumachen.

Das Lied von Jupiter Jones sagt aber auch noch was anderes. „Wir können rennen, wir dürfen stolpern“ heißt es im Refrain. Das heißt doch, es ist uns erlaubt zu stolpern. Wir sind Menschen, wir dürfen Fehler machen. Es ist nicht schlimm, wenn wir Fehler machen. Jesus ist am Kreuz für unser aller Sünden gestroben, weil der Mensch nicht frei von Sünde ist. Aber er hat auch den Weg zu Gott freigemacht, um uns einen Weg zu geben mit unserem Stolpern, unseren Fehlern und unseren Sünden direkt zu Gott sprechen zu können und auf ihn zu vertrauen.

Herr ich danke dir, dass du uns die Kraft gibst, immer wieder aufzustehen; auch wenn es nicht immer so gut läuft im Leben und man am Boden ist, hilfst du nicht aufzugeben. Das Vertrauen in dich lässt uns weitermachen. Lass uns erinnern an das, was gut gewesen ist und uns zusammen wieder aufstehen, wenn uns etwas Schlechtes wiederfahren ist.

Amen

- von Alyssa Lachmann

Ob Smartphones und LapTops eigentlich ständig frustriert sind? Sie können so viel, werden aber nur selten richtig gefordert.

Vor kurzen habe ich beim Tippen auf der Tastatur meines Smartphones irgendwie eine falsche Taste erwischt. Danach schrieb ich nur noch automatisch korrigierte Texte in Englisch. Das sah zwar sehr interessant aus, der Text ergab aber keinen Sinn mehr, glaub ich zumindest.

Ich wusste bis dahin auch gar nicht, dass mein Smartphone das kann. Aber noch schlimmer war: Ich hab auch keinen Plan, wie man das rückgängig macht. Habe dann versucht mit Google das Problem zu lösen. Das Problem konnte Google dann auch irgendwie lösen.Seit diesem Moment weiß ich, dass es eine Taste gibt, die diesen Befehle zurücksetzt. Ohne dass man wissen muss, was genau man eigentlich vorher falsch gemacht hat.

Mein Smartphone kann also quasi die Zeit zurückdrehen. Und zwar mit jedem Klick ein wenig mehr. Das würde ich auch manchmal gern bei mir tun aber ich bin nicht so schlau wie mein Smartphone. Habe keine solch hohe Prozessorleistung.

Für mich gibt es auch keine Gebrauchsanweisung von 893 Seiten, in der alles steht, was ich kann oder können sollte. Mein Smartphone ist wie gesagt unendlich viel schlauer als ich. Seit ich es habe, ist es permanent unterfordert. Da gibt es Menüpunkte und Ebenen, auf denen noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Nie werde ich in die unendlichen Weiten und Tiefen des digitalen Speichers meiner Smartphones vordringen. Weil es mich einfach überfordert.

Auch wenn mein Smartphone oft unterfordert und noch so schlau ist, wirklich verstehen tut es trotzdem nie. Mich als Mensch und meine innersten Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte wird es nie verstehen. Es führt doch immer nur vorprogrammierte Befehle aus, und macht doch nie das was ich will.

Doch es gibt einen der ganz genau weiß was das Beste für mich ist. Sogar dann wenn ich es nicht erkennen kann. Ratet mal wenn ich meinen könnte?

In diesem Sinne euer #montagsdenker Daniel

Nein, Ostern wurde nicht abgesagt.
Sicher, der Urlaub, die Besuche.
Der gemeinsame Gottesdienst in der langsam hell werdenden Kirche.
Aber die Gräber bleiben nicht verschlossen.
Morgenlicht leuchtet im Garten und macht aus jedem Grashalm
eine leuchtende Flamme,
es wärmt die schweigenden Steine
und schickt die Amsel mit einem Lied in die klare Luft.

Ostern.
Das Wunder eines neuen Tages.
Das Warten: zuende.

(Gebet von kirchenjahr-evangelisch.de)

Auch nach einem Jahr müssen wir heute an Ostern auf unsere gewohnten Routinen verzichten. Eigentlich hätte ich heute Morgen mit dem Posaunenchor zum Sonnenaufgang am Osterfeuer in unserem Dorf gespielt. Stattdessen sitze ich mit meiner Familie zu Hause. Nach dem Osterfeuer wäre ein gemeinsames Frühstück im Gemeindesaal gewesen. Das haben wir heute bei uns ins Wohnzimmer verlegt.

Ich habe mich gefragt, was macht den Unterschied? Was ändert es, dass wir nicht in die Kirche gehen? Unsere Familien größtenteils nicht sehen?

An dem Ostergedanken und der Geschichte kann es nichts ändern. Nach wie vor denken wir an Ostern an die Auferstehung Jesu. Denn „Der HERR ist wahrhaftig auferstanden“ (Lk 24,34).

Ich habe gelernt, dass Kirche überall sein kann, dass es dazu nicht zwingend das Gebäude „Kirche“ braucht. Wir können also von überall an Jesu Auferstehung denken und sie feiern. Warum vermissen wir dann die Kirche, das Osterfeuer und den Klang der Posaunenchöre so?

Wir vermissen die Gemeinschaft. Die Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Wir vermissen das Gefühl, dass uns diese Gemeinschaft gibt.

Denn dieses Gefühl macht Ostern noch ein Stück besonderer, zumindest für mich. Ich stehe dazu auch gerne früh auf, um zum Sonnenaufgang an der Gimmeldinger Burg mit meiner Posaune bereit zu stehen. Das habe ich heute Morgen vermisst.

Deshalb versuche ich euch ganz viel von diesem Gefühl nach Hause zu schicken. Das Zwitschern der Vögel bevor die Sonne aufgeht, den Klang der Posaunenchöre, die Wärme des Osterfeuers, den Gesang der Gemeinde, die Worte, die zu uns gesprochen werden. Schließt doch mal kurz die Augen und denkt euch an diesen Ort.

 

Mit diesem Gefühl wünsche ich euch frohe und gesegnete Ostern.

Eurer #montagsdenker am Ostersonntag Pia

Mit Ps 22 klagt Jesus am Kreuz seine Verlassenheit.

Jesu Kreuzigung ist immer wieder Anlass, Gott als grausam zu beschreiben: Er schickt seinen Sohn in den Tod; und erst dann ist er versöhnt mit uns. Als bräuchte Gott das Blut, um uns von Sünde reinzuwaschen. Das scheint im Widerspruch zum Weg Jesu zu stehen, auf dem er allen die Wärme und Nähe Gottes anbot. Sollte Gottes Liebe durch Gewalt zum Ziel kommen? Sollte Jesu Tod zum Plan gehören?

Wer genau hinschaut entdeckt: Hier handeln Menschen. Religiöse und politische Autoritäten bestimmen mit ihren Interessen das Geschehen. Jesus ein Spielball der Mächtigen. Jesu Karfreitag war ganz und gar Menschenwerk; vom ersten bis zum letzten Moment. Und doch stand Jesus mit leeren Händen da, hat sich ganz auf Gott verlassen, hat sich nicht gewehrt, hat sich am Kreuz an den gewandt, der so unendlich fern schien.

Wenn ich 2021 Jesu Passion nachzeichne, dann ist da auch Corona-Leid wohin man schaut. Leid rundum auf unsrer Erde. Es scheint, als würde uns die Not unter die Haut kriechen. Mit Jesu Worten haben Menschen immer wieder ihre Verlassenheit ausgedrückt: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Bis heute wollen Menschen verstehen, was ihnen unter die Haut geht. Eine Suche die ohne Antwort scheint: Denn da ist nicht nur die Frage nach dem Warum von Leid und Tod. Da ist auch die Frage nach Gott. Wendet er sich ab, überlässt uns dem Schicksal?

Als Jesus am Kreuz seine Not mit Ps. 22 herausschrie, wusste er um weitere Worte des Psalms: „Herr, sei nicht ferne; meine Stärke, eile, mir zu helfen!“ In allem Erleben liegt in diesem Psalm Keim der Hoffnung: Gott ist stärker als alles Dunkel. Er wird dem Tod nicht das letzte Wort lassen. Er wendet sich nicht ab. Vielmehr ist alles Leid, alles Unfassbare bei Gott aufgehoben. Von dieser tiefen Hoffnung ist der Leidenspsalm Jesu durchdrungen. In dieser tiefen Hoffnung betet Jesus am Kreuz.

Karfreitag 2021: Ängste, Leid, Gewalt und Hass zerreißen die Welt. Für uns hat Jesus die Worte am Kreuz zu Gott getragen. Dort war Gott seine letzte Zuflucht und er hoffte gegen alle Angst auf dies Eine: Hinterm Horizont geht’s weiter – um Gottes Willen.
#montagsdenker am Karfreitag Matthias

Wie oft kommt es zu einem Streit oder einer Diskussion, weil man selbst gerade viel Stress hat? Wie oft hätte man Auseinandersetzungen und Tränen verhindern können, hätte man sich vorher ein bisschen Ruhe gegönnt?

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ MAT 22,39

Diesen Vers werden die Meisten, genau wie ich, schon ein paar mal gehört und mit Nächstenliebe in Verbindung gebracht haben. Als ich überlegt habe, mit welchem Thema ich mich für die #montagsdenker beschäftigen will, bin ich aber darüber gestolpert. Wie dich selbst? Dieser Teil wurde von mir bisher immer gekonnt ignoriert. Eigentlich ist er aber total entscheidend: Denn Jesus gibt hier nicht nur den Vergleich sondern auch die Bedingung. Erst wenn du dich selbst liebst, kannst du anderen die gleiche Liebe entgegenbringen.

Also versuche ich in Zukunft mir öfter ein bisschen Zeit zu gönnen. Mir etwas Gutes tun. Mich mit meinem Lieblingbuch in die Sonne legen. Oder etwas Leckeres kochen. Jeder hat da andere Rituale, durch die er abschalten kann.

Ich bin mir sicher, ausgeglichen und mit mir zufrieden kann ich in jeder Meinungsverschiedenheit umsichtiger handeln. Und damit sind ja gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Du tust etwas für dich UND für deine Nächsten

Lea Schmitt

Der Frühling kommt, so langsam wird alles bunt. 

Die Corona Auflagen werden lockerer und wir kommen so langsam wieder aus dem Winterblues.

Lasst uns doch jeden Tag ein bisschen Farbe in unseren Alltag bringen.

Geht regelmäßig spazieren, genießt die frische Luft, das Zwitschern der Vögel & das langsame Aufblühen ganz vieler wunderschöner Blüten. Nehmt euch jeden Tag etwas Zeit für euch! Es ist so wichtig sich selbst auch mal eine Auszeit zu nehmen - sei das etwas basteln, spazieren, Sport, Handlettering oder einfach nur CHILLEN - das was einem eben gut tut 

PS: bewusste Atmung hilft bei der Entspannung

LG Maren 
#montagsdenker#auszeit#frühling#zeit

„Mappen kopiert, Akten sortiert, auch wenn es nicht zu meinen Aufgaben gehört, hab ich meinem Chef sogar Kaffee serviert. Praktikum da, Praktikum hier, nur leider hab ich mich bis heute nicht immatrikuliert und dann Mathe studiert. Damit ich dir besser gefalle Schatz hätte ich alles probiert, sie sagte zu mir: „Lass die andern sich verändern und bleib so wie du bist"! So rappt es der MoTrip in seinem Lied „So wie du bist". Er erzählt darin, dass sich jeder irgendwann für jemanden oder etwas verändern möchte, weil man das Gefühl hat, nicht gut genug zu sein für die erste große Liebe, Familie oder Freunde. Dabei ist es doch egal, ob wir dick oder dünn sind, welche Haar – oder Hautfarbe wir haben oder welche Sexualität wir haben. Es ist doch völlig nebensächlich, welche Sexualität du hast oder ob du die Haare lang oder kurz trägst. MoTrip rappt, dass er Sachen getan hat die er niemals machen würde und nicht machen müsste, die er aber für sie, seine große Liebe getan hat. Er hat sich für sie verstellt, weil er dachte das seine große Liebe ihn nur nimmt wenn er „perfekt" ist. Statts ihn perfekt zu nehmen sagte sie zu ihm: „Lass die andern sich verändern und bleib so wie du bist"! Sie möchte ihm damit sagen, dass sie ihn so möchte wie er ist. Sie möchte ihn nicht mit perfekt gegellter Frise, niemand der seinem Chef einfach so Kaffee serviert. Sie möchte den Typen mit der schrägen Frisur und dem Fleck auf dem Shirt, den mit dem guten Herz.So wie du bist sollst du dich selbst lieben. Es kommt auf den Charakter an, nicht auf das Aussehen, die Frisur oder Sonstigen. Gott ist genau so wie die große Liebe von MoTrip. Der Herr sagte im ersten Buch Samuel 16,7: Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das Herz ". Der Herr sieht unser innerstes ihn interessiert es nicht wen wir lieben, wie wir aussehen oder welche Nationalität wir haben für ihn sind wir perfekt so wie wir sind und er möchte das wir alle lernen uns so zu lieben wie wir sind. 

Wir beten für alle die sich nicht selbst lieben können oder für die die sich für andere verstellen müssen. Amen

Wir alle sind perfekt so wie wir sind!

Liebe Grüße Laura Bauer

#montagsdenker #LoveYourself #beyou #❤️

Baaaah! 6 Uhr, der Wecker klingelt. Mir egal, 10 Minuten snoozen sind noch drin. Nochmal 10 Minuten? Neee, dann wirds zu knapp.
Verschlafen zur Kaffeemaschine schlürfen, um festzustellen, dass der Wassertank gefüllt werden muss. Gesagt getan- bitte Abtropfschale leeren. Jetzt reicht's mir!
Ohne morgendliches Koffein im Blut geht's Richtung Dusche. Das Wasser braucht wieder ewig bis es warm wird. Boah, so lange hab ich jetzt auch keine Zeit mehr. Stehe unter der kalten Dusche als plötzlich brühend heißes Wasser aus der Brause kommt. Na danke!
Genervt verlasse ich das Haus. Nicht auch noch Eiskratzen!
Mit taubgefrorenen Fingerkuppen sitze ich schließlich hinterm Lenker. Ich fahre los, langsam wird es schön warm im Auto.
Ein Freund kommt mir entgegen und winkt freundlich, ich grüße lächelnd zurück.
Im Radio laufen die Nachrichten, danach höre ich die ersten Takte meines Lieblingsliedes. Ich drehe die Boxen voll auf und gröle laut mit.
Mit einem Lächeln komme ich schließlich bei der Arbeit an. Auf meinen Platz steht eine Tasse Kaffe für mich mit einer Notiz von meiner Lieblingskollegin. Mein Lächeln wird breiter, ein Lächeln, das mich hoffentlich die ganze Woche über begleiten wird.
Manchmal sind es eben die kleinen Dinge am Montagmorgen.  #montagsdenker
Wünsche Euch ein Lächeln zum Start in die Woche!

#Montagsdenker Maren Wolf

Wenn meine Begabungen und meine Fähigkeiten ein Obst wären, dann wäre ich gerne ein ganzes Erdbeerfeld. Im Winter hätte ich meine Ruhe, im Frühjahr würde ich wachsen und blühen und dann, wenn das Wetter Richtung Sommer schwenkt, würde ich köstliche, rotleuchtende Früchte in Hülle und Fülle hervorbringen. Alle Menschen würden total auf mich abfahren! Selbst im Herbst, wenn keine Erdbeeren mehr wachsen, erinnert man sich noch gerne an mich, wenn man sich die selbstgekochte Marmelade meiner Früchte aufs Brot schmiert. Aber leider bin ich kein Erdbeerfeld. Auch kein edler Spargelacker, dessen Gewächse sehr wertvoll sind. Wahrscheinlich bin ich wohl eher ein Rosenkohlstängel. Meine Gaben leuchten dem Betrachter nicht verführerisch rot entgegen, sie zünden an der Zungenspitze kein süßes Feuerwerk und auch in Sauce Hollandaise getränkt sind sie weiterhin grün, grauslich und rundlich und nicht schlank und elegant. Ich kenne nicht viele Menschen, die gerne Rosenkohl essen. Viele verabscheuen ihn gar. Dass ihn jemand als „Lieblingsgemüse“ bezeichnet hätte, ist mir noch nicht untergekommen. Rosenkohl, leicht bitter im Geschmack, gilt als gesund und ist eben vernünftiges Gemüse ohne irgendwelches Chi-Chi. Bei Kindern ruft er zuverlässig angewiderte Gesichter hervor, begleitet von demonstrativen Würgegeräuschen. Ach, was wäre ich gerne ein Erdbeerfeld, durch das Kinder lachend und naschend hüpfen! Oder ein Kirschbaum, ein Himbeerstrauch oder ein Apfelbaum … Der Apostel Paulus hat mal gesagt, dass Gott uns mit unterschiedliche Gaben beschenkt hat und das auch seine Gründe hat. Bist du zum Lehren berufen, dann sei ein guter Lehrer. Wenn du die Gabe hast, andere zu ermutigen, dann mach es auch! Hat Gott dir die Fähigkeit verliehen, andere zu leiten, dann nimm diese Verantwortung ernst. Und wenn du die Begabung hast, dich um andere, die es nötig haben, zu kümmern, sollst du es mit fröhlichem Herzen tun. Viel Geld zu besitzen, wird heute auch als erstrebenswert angesehen, aber dann soll man es aus freien Stücken und ehrlich mit anderen teilen. Wenn ich Paulus da richtig verstanden habe, möchte Gott also, dass ich ein fröhlicher Rosenkohl bin! Ich habe nicht die Gabe der Erdbeere und auch zum Spargel bin ich nicht berufen. Es ist nicht meine Aufgabe, anderes Obst und Gemüse zu imitieren, weil das in unserer Gesellschaft gerade besonders gehypt wird, sondern die Frucht hervorzubringen, die Gott in mir sieht, sei es ein Rosenkohl. Und überhaupt: Wenn alle nur Erdbeeren oder Spargel zögen, wie sähe dann der Altar zum Erntedankfest aus? Stell euch das vor: ein Altar nur mit Erdbeeren und Spargel. Ganz sicher nicht so bunt und vielfältig, wie wir das gerne sehen. Hinzu kommt das einseitige Ernährung ungesund ist, nicht nur für den Körper auch für den Geist. Da ich auch Christ bin; zumindest denk ich das ich einer bin; muss ich auch mal klarstellen: Christen bilden zusammen einen Leib. Füttern wir ihn nur mit Erdbeeren, wird er auf Dauer krank. Er braucht die ganze Fülle der Ernte, die die unterschiedlichen Gaben hervorbringen, um gesund zu bleiben und andere gesund zu machen. Da gibt es zwar die besonders leckeren Gaben, die viele großartig finden. Aber es werden eben auch die scheinbar unspektakulären, nicht immer ganz so wohlschmeckenden Früchte benötigt, damit der Leib gut funktioniert. Denn schon gewusst, Bitterstoffe, wie sie reichlich in Rosenkohl, Spinat oder Brokkoli; noch so leckeres Gemüse; vorkommen, sind sehr wichtig für den Körper.

Daniel Grün

Eines Tages, ich war gerade das erste Jahr in der Schule, sah ich ein Kind aus meiner Klasse nach Hause gehen. Sein Name war Michael. Es sah so aus, als würden alle seine Bücher mit sich tragen. Ich dachte mir: "Warum bringt wohl jemand seine ganzen Bücher an einem Freitag nach Hause? Das muss ja ein richtiger Dummkopf sein." Mein Wochenende hatte ich schon verplant mit meinen Freunden, also zuckte ich mit den Schultern und ging weiter.

Als ich weiter ging, sah ich eine Gruppe Kinder in seine Richtung laufen. Sie rempelten ihn an, schlugen ihm seine Bücher aus den Armen und schubsten ihn so, dass er in den Schmutz fiel. Seine Brille flog durch die Luft, und ich beobachtete, wie sie etwa drei Meter neben ihm im Gras landeten. Er schaute auf und ich sah diese schreckliche Traurigkeit in seinen Augen.

Mein Herz wurde weich. Ich ging zu ihm rüber, er kroch am Boden umher und suchte seine Brille, und ich sah Tränen in seinen Augen. Als ich ihm seine Brille gab, sagte ich: "Diese Typen sind Blödmänner“. Er schaute zu mir auf und sagte: "Danke!" Ein großes Lächeln zierte sein Gesicht. Es war eines jener Lächeln, die wirkliche Dankbarkeit zeigten. Ich half ihm seine Bücher aufzuheben und fragte ihn, wo er wohnt. Es stellte sich heraus, dass er in meiner Nähe wohnt. Also fragte ich ihn, warum ich ihn vorher nie gesehen habe. Er erzählte mir, dass er zuvor auf eine Privatschule ging. Ich hätte mich nie mit einem Privat-Schul-Kind abgegeben. Den ganzen Nachhauseweg unterhielten wir uns und ich trug seine Bücher. Er war eigentlich ein richtig cooler Kerl. Ich fragte ihn, ob er Lust hätte mit mir und meinen Freunden, am Samstag Fußball zu spielen. Er sagte zu. Wir verbrachten das ganze Wochenende zusammen und je mehr ich Michael kennenlernte, desto mehr mochte ich ihn. Und meine Freunde dachten genauso über ihn.

Es begann der Montagmorgen und auch Michael mit dem riesigen Bücherstapel war wieder da. Ich stoppte ihn und sagte: "Oh Mann, mit diesen ganzen Büchern wirst du eines Tages noch mal richtige Muskeln bekommen". Er lachte und gab mir einen Teil der Bücher. Während der nächsten vier Jahre wurden Michael und ich richtig gute Freunde. Als wir älter wurden, dachten wir übers College nach.

Michael entschied sich für Wien und ich mich für Salzburg. Ich wusste, dass wir immer Freunde sein werden und diese Kilometer zwischen uns niemals ein Problem darstellen würden.

Er wollte Arzt werden und ich hatte vor, eine Fußballer-Karriere zu machen.

Michael war Abschiedsredner unserer Klasse. Ich neckte ihn die ganze Zeit indem ich sagte, dass er ein Dummkopf sei. Er musste eine Rede für den Schulabschluss vorbereiten. Ich war so froh, dass ich nicht derjenige war, der sprechen musste.

Am Abschlusstag sah ich Michael. Er sah großartig aus. Er war einer von denen, die während der Schule zu sich selber gefunden und ihren eigenen Stilentwickelten. Er hatte mehr Verabredungen als ich und alle Mädchen mochten ihn. Manchmal war ich richtig neidisch auf ihn. Heute war einer dieser Tage. Ich konnte sehen, dass er wegen seiner Rede sehr nervös war. Ich gab ihm einen Klaps auf den Hintern und sagte: "Hey, großer Junge, du wirst großartig sein!" Er sah mich mit einem jener Blicke (die wirklich dankbaren) an und lächelte. "Danke" sagte er.

Als er seine Rede begann, räusperte er sich kurz, und fing an: "Der Abschluss ist eine Zeit, um denen zu danken, die dir halfen, diese schweren Jahre zu überstehen. Deinen Eltern, deinen Lehrern, deinen Geschwistern, vielleicht einem Trainer.... aber am meisten deinen Freunden. Ich sage euch, das beste Geschenk, das ihr jemandem geben könnt, ist eure Freundschaft. Lasst mich euch eine Geschichte erzählen". Ich schaute meinen Freund etwas ungläubig an, als er von dem Tag erzählte, an dem wir uns das erste Mal trafen. Er hatte geplant, sich an diesem Wochenende umzubringen.

Er erzählte weiter, dass er seinen Schrank in der Schule ausgeräumt hat, so dass seine Mutter es später nicht tun müsste und trug sein Zeug nach Hause. Erschaute mich an und lächelte. "Gott sei Dank, ich wurde gerettet. Mein Freund hat mich vor diesen unsäglichen Sachen bewahrt."

Ich konnte spüren, wie die Masse den Atem anhielt als dieser gutaussehende, beliebte Junge uns von seinem schwächsten Augenblick im Leben erzählte.

Ich bemerkte wie seine Mutter und sein Vater lächelnd zu mir herüber sahen, genau dasselbe, dankbare Lächeln. Niemals zuvor spürte ich solch eine tiefe Verbundenheit.

Unterschätze niemals die Macht Deines Handelns. Durch eine kleine Geste kannst du das Leben einer Person ändern. Zum Guten oder zum Bösen. Die Schöpfung setzt uns alle ins Leben des Anderen, um uns gegenseitig zu beeinflussen, auf unterschiedliche Art und Weise.

 

Text aus der Weihnachtspost der Juz Neustadt
(Verfasser unbekannt)

Ein König wollte wissen was ein Elefant ist und schickte deshalb seine 4 blinden Gelehrten los. Diese reisten nach Indien und wurden dort von einem Helfer an einen Elefanten heran geführt um sich ein Bild zu ertasten. 
Als sie zurück zu ihrem König kamen, sollten sie ihm nun über den Elefanten berichten. Der erste Weise hatte am Kopf des Tieres gestanden und den Rüssel ertastet. Er sagte, dass ein Elefant wie ein langer Arm sei. Der zweite Gelehrte hatte das Ohr des Elefanten ertastet und sprach: "Nein, ein Elefant ist vielmehr wie ein großer Fächer." Der dritte Gelehrte behauptete ein Elefant wäre eine massive Säule, weil er an einem Bein stand.  Und der vierte Weise berichtete seinem König, dass ein Elefant wie eine riesige Masse, mit Rundungen und ein paar Borsten darauf sei. Dieser Gelehrte hatte den Rumpf des Tieres berührt.

Weil sich die gelehrten so sehr widersprachen hatten sie angst vor der Reaktion des Königs. Dieser fing aber einfach an zu lachen und bedankte sich. Er wüsste nun, dass ein Elefant einen Rüssel als Nase, Ohren wie Fächer, Beine wie Säulen und einen riesigen Körper mit ein paar Haaren und Rundungen hat. 

Die Gelehrten senkten sofort beschämt den Kopf, weil jeder von ihnen nur einen Teil des Elefanten ertastet hatte und diesen ohne weiter zu überlegen als gesamte Wahrheit betrachteten. 

Eine schöne kleine Geschichte die uns mal wieder daran erinnert auch weiter zu blicken als es der erste Eindruck vermittelt und auch nicht alles unhinterfragt zu glauben was einem vorgesetzt wird. Wir sollten uns immer ein Gesamtbild schaffen und miteinander reden. Wenn sich die Gelehrten am Elefanten ausgetauscht hätten, wäre ihnen die peinliche Situation beim König erspart geblieben. 

Ich will euch ermutigen mit offenen Augen raus zu gehen. Macht einen Spaziergang auf einer bekannten Strecke und versucht unterwegs 5 Dinge zu finden, die ihr bisher nie wahrgenommen habt. 
Erzählt uns davon in den Kommentaren! 
Es grüßt Montagsdenker Simon

Gerade jetzt im Winter sitze ich immer wieder vor dem Kamin, um nach einem langen Spaziergang ein bisschen Wärme zu tanken. Man zündet Papier oder einen Anzünder an und das Feuer breitet sich von einer kleinen Flamme am Streichholz zu einem lodernden Kaminfeuer aus.

Dabei musste ich an das Erdbeertal denken und insbesondere an viele schöne Erlebnisse der Evangelischen Jugend. Jeder der in den letzten Jahren im Erdbeertal war erinnert sich an die riesigen Lagerfeuer, die meistens Julian, Gregor, Philipp oder Aaron zaubern. Das Lagerfeuer spendet Wärme vor dem Schlafen und schafft die richtige Atmosphäre für eine Andacht. Wenn das Feuer beruhigend knistert kommen alle, trotz aufregendem Spieleabend, zur Ruhe und Entspannen.

Aber welche Gesichter hat Feuer noch? Für Tiere ist es ein Schrecken, für Menschen ein Segen, wenn es gebändigt wird. Es gibt uns Wärme, Licht und dient uns zum Kochen. Feuer ist ein Fluch, wenn es außer Kontrolle gerät. Dann richtet es Zerstörung an, tötet und hinterlässt nur Asche. Im Feuer steckt eine elementare Kraft. So sprechen wir vom Feuer der Leidenschaft oder von brennender Liebe. Wir können jemanden anfeuern und dem Müden Feuer unter dem Hintern machen. Schön, wenn uns ein Licht aufgeht.

Auch Gott nutzt die Symbolik des Feuers, um mit uns zu sprechen. So kommunizierte er durch einen brennenden Dornenbusch mit Moses. Der Dornenbusch stand in Flammen, wurde aber nicht von ihnen verzehrt. (Exodus 3, 3-10) Gott erklärte Moses, dass er ihn leiten wird, das Volk der Israeliten aus Ägypten zu führen und aus der Gefangenschaft zu Retten.

Vielleicht ist gerade deshalb das Feuer die passende Atmosphäre für eine Andacht im Erdbeertal. Denn hier können wir Gott ganz nahe sein und spüren seine Nähe durch das knisternde Feuer.

Jesus sagt: Ich bin das Licht der Welt!

Wo Menschen in seinem Namen zusammenkommen, da ist Licht.

Es breitet sich aus. Es wärmt uns.

Da ist Gottes Liebe mitten unter uns.

Amen.

Jetzt noch ein kleines Zitat zum Nachdenken.

„Mitten im tiefsten Winter wurde mir bewusst, dass tief in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt.“ (Albert Camus)

- Alyssa Lachmann

Laut Wikipedia schlafen die Deutschen im Durchschnitt 6 Stunden und 59 Minuten. Um ihr Schlafbedürfnis von 7 Stunden zu erfüllen reicht das gerade so aus. Ich, ich schlafe, länger und bin trotzdem müde. Immer so müde, ich werde schon müde vom müde sein.

Also was mach ich dagegen?

Kaffee. Rund 166 Liter Kaffee konsumiert jeder Deutsche pro Jahr. Ob ich so viel trinke? Wahrscheinlich mehr. Wenn ich morgens aufstehe bräuchte ich schon einen Kaffee nur um mir einen Kaffee zu machen, aber zumindest kann ich damit den Tag starten. Ich freue mich aber auch dann, wenn ich Abends wieder in meinem Bett liege. Und dann muss man am nächsten Tag wieder aufstehen, was ein Dilemma. Manchmal denke ich, ob man nicht im Bett leben könnte, auf jeden Fall hätte man irgendwann starke Rückenschmerzen.

Liegt die Müdigkeit am Schlaf selbst? Eher nicht, die Anzahl an Stunden ist bei mir schon egal, ob es nun 6 oder 10 Stunden sind, ich bin immer müde. Meinen Freunden geht es ähnlich, wir sind halt einfach Morgenmuffel. Ob das Ganze jetzt ein Schlafproblem ist? Ich weiß es nicht, aber eines weiß ich, dass ich dagegen was machen muss. Also informierte ich mich über Schlaf.

Ich stieß auf den Schlafrhythmus und bemerkte, dass ich mich selbst müde machte. Dadurch, dass ich nie zur selben Zeit ins Bett ging, setzte ich meinen Körper unter Stress und gewährte mir keine Erholung. Also setzte ich mir feste Uhrzeiten zum schlafen und wach sein. Ich denke, dass im Moment viele müde sind. Mit Homeoffice, den unregelmäßigen Arbeitszeiten und den täglichen Änderungen.

Das Jahr 2020 hat uns vieles abverlangt und dabei vielleicht auch den Schlaf. Nach so einer Zeit braucht man Struktur, einen Plan, ein Ziel. Die enge Bindung zu meinem Bett werde ich wohl nie verlieren, aber trotzdem hilft mir Ordnung gegen die Müdigkeit, mein Körper findet nun die nötige Ruhe um sich ganz zu erholen. Vielleicht kommt euch das bekannt vor?

Meine Lösung? Setzt euch mit dem Thema auseinander, überlegt wo das Problem liegen könnte, egal ob du nicht Schlafen kannst oder zu viel schläfst. Schlaf ist verdammt wichtig, und gesunder noch viel mehr. In diesem Sinne - Schlaft gut.

- Joel Rummer

Liedandacht zu 216 von OG Keemo

„Mein Vater sagte: „Halt ihnen nie die andere Wange hin! Sie werden uns nie lieben, weil wir anders sind.“... „Denen ist egal, wie viel Summe ihr macht. Ob ihr trappen seid oder, ob ihr 'nen Uni-Platz habt. Mit dieser Farbe stehst du automatisch unter Verdacht.“

Der aus Mainz stammende Deutschrapper OG Keemo spricht in seinem Lied 216 ein Thema an, das aktueller nicht sein könnte. In seinem Lied geht es um Rassismus und Polizeigewalt. Diese Taten finden täglich statt und wir bekommen es oftmals nicht mit wenn es sich ereignet. Alltagsrassismus passiert nebenbei und viele unbetroffene Menschen nehmen diesen nicht wahr. Nur der schwarze aus der Gruppe wird von der Polizei kontrolliert. Das Mädchen mit Kopftuch wird dumm angemacht aufgrund ihres Kleidungsstils und ihrer Religion. Mal eben ungefragt die Haare anfassen weil sie so anders aussehen. Wörter sagen, die sich nicht gehören. All das passiert täglich und viele dieser Taten werden nicht wahrgenommen. Man sollte deshalb aufmerksam durch die Welt gehen und etwas gegen diese Taten tun. Helft den Menschen, die den täglichen Rassismus, den Provokationen, der Schikane und der Gewalt ausgesetzt sind und klärt Unwissende auf.

Im vergangenen Jahr war das Thema sehr groß und viele Menschen gingen auf der ganzen Welt auf die Straßen. Rassismus, Polizeigewalt und Black Lives Matter. Auslöser war der Mord an den Afroamerikaner Georg Floyd durch einen Polizisten in den USA. Dadurch bekam die Bewegung Black Lives Matter ihre Aufmerksamkeit. Sie möchte sich gegen Gewalt gegen schwarze Menschen einsetzen. Die Bewegung gab es aber schon lange vor den Demonstrationen im letzten Jahr. Alles begann durch den Mord an Trayvon Martin und den Freispruch seines Täters. Aber wer denkt, dass die Aktionen Einzelfälle waren, der täuscht sich gewaltig. Rassismus passiert täglich.

Da diese Taten sich täglich zutragen, sollte man umso dringender aufstehen und etwas dagegen tun. Damit man in der Zukunft friedlich zusammenleben kann. Klärt andere auf, denkt nach bevor ihr falsch handelt und zeigt jedem den nötigen Respekt den er verdient. Mensch ist Mensch.

- Gregor Nunweiler

Weihrauch, Myrrhe und Gold,

Mehr hat man damals nicht gewollt.

„Wo kam das nochmal her?“

„Ist doch egal, wir wollen mehr!“

Der Sinn der Gaben ist aus den Köpfen verschwunden,

hauptsache man hat unter’m Baum die neuste Konsole gefunden.

Traurig ist es jedes Jahr aufs Neue,

man schwört Dingen an Neujahr die Treue,

und bricht sie bis zum Tag der Heiligen Drei Könige,

ja, an dieser Stelle was es ich, die hier beschönigte.

So gehen mir die Reime aus,

ich hoffe ihr macht was draus.

Erinnert euch an die wahre Bedeutung der Feste,

feiert sie und habt im Herzen stets die als Gäste,

die stehen euch nah – und könnt ihr zurzeit nicht sehen,

ich hoffe mit Verstand und Einsicht wird es uns bald besser gehen.

To make it international: stay home and safe,

like Bon Jovi once said: „Keep the faith!“

Jetzt trinkt Tee oder Kaffee und bleibt gesund,

tut in den Kommentaren eure Meinung kund.

- Jacqueline Stilgenbauer

Wie habt ihr die Weihnachtsfeiertage verbracht?

In dieser Zeit habe ich es als schwierig empfunden eine Entscheidung zu treffen, wie ich diese verbringen möchte. Normalerweise feiere ich an Heiligabend mit meinen Eltern und meiner Schwester bei uns zuhause. Auch meine Großeltern kommen immer vorbei und zusammen gehen wir in die Kirche. Am ersten Weihnachtsfeiertag besuchen wir meine Großeltern. Mein Patenonkel und meine Cousine kommen auch dazu und zusammen verbringen wir einen schönen Nachmittag.

Doch dieses Jahr haben wir auf den Kirchgang verzichtet und lediglich, auf Abstand, mit meinen Großeltern zusammen die Weihnachtsfeiertage verbracht.

Wie haben eure Weihnachtsfeiertage ausgesehen? Wart ihr in der Kirche? Habt ihr mit euren Eltern/ Großeltern/ Freunden zusammen Weihnachten verbracht?

Nun steht Silvester und Neujahr vor der Tür. Habt ihr euch schon entschieden, wie ihr feiern möchtet? Angesichts der Pandemie ist ja keine große Feier erlaubt…

Habt ihr euch Ziele fürs neue Jahr gesetzt? Ich habe keine Vorsätze für das kommende Jahr ,da ich weiß, dass ich mich ohnehin nicht dran halten würde. Auch weiß ich nicht, was das kommende Jahr alles an Überraschungen parat hält.

Dennoch möchte ich auf 2020 zurückblicken. Ich denke, wir sind uns einig, dass wir die Pandemie nicht gebraucht hätten! Aber vielleicht können wir trotzdem etwas positives aus diesem außergewöhnlichen Jahr mitnehmen.

Ich zum Beispiel habe mehr Zeit mit meiner Familie verbracht und gemerkt, auf welche Freunde es im Leben ankommt. Ich bin dankbar für die Zeit, die ich zum nachdenken hatte um herauszufinden, was ich eigentlich möchte! Ich hoffe, ihr denkt auch an schöne Sachen, wenn ihr auf das Jahr zurückblickt.

Schreibt doch gerne eure Eindrücke, Erlebnisse, Wünsche für die Zukunft in die Kommentare!

Der DSK wünscht euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und wir hoffen, ihr bleibt alle gesund!

- Michelle Hüttel

Ab Oktober sehen wir Häuser und Gärten in 1000 grellen Lichterketten und bunter Deko erstrahlen. Im Inneren sind Plätzchen und Weihnachtsbaum bereit.

Geschäfte werben mit Angeboten für Weihnachtsgeschenke, die wir aber erst im Panik-Modus eine Woche vor Weihnachten kaufen. Geschenke werden ja erwartet, oder?

Aufsteller wie der im Bild sind in Supermärkten keine Seltenheit. Ein 5-Gänge Menu ist auch ein Muss, oder?

Wenn der Vorweihnachtsstress geschafft ist, bieten der Heilige Abend und die Weihnachtsfeiertage noch mehr Stress. Familiengottesdienst, Geschenke auspacken, Treffen mit den Verwandten und Essen sind Programm. Danach sind wir völlig kaputt.

Wir freuen uns das ganze Jahr auf diese Zeit und wenn sie dann da ist, sind wir froh, wenn es wieder vorbei ist.

So können wir die Zeit sicher nicht genießen.

Bei der ganzen Hektik gerät der ursprüngliche Weihnachtsgedanke schnell in Vergessenheit.

Es ist kein Wettbewerb ums beste Essen oder ein Aufruf zu kopflosem Konsumverhalten.

Fern ab davon steht die Feier der Geburt Jesu. In dieser Heiligen Nacht ist Gott Mensch geworden, hat uns seinen Sohn anvertraut. Die Menschen haben einen weiten Weg auf sich genommen, um Jesus in dem Stall zu begrüßen. Sie versammelten sich, um die Geburt und das Fest der Liebe zu feiern. Und es war ihnen egal, ob Maria und Josef Essen gekocht oder Geschenke für sie hatten.

Diese Einstellung, sollten wir uns zu Herzen nehmen. Denn in diesem Jahr wird Weihnachten anders sein als die Jahre zuvor. Große Familienfeste und Treffen mit vielen Freunden werden dieses Jahr nicht möglich sein. Wir müssen uns entscheiden, wie wir uns verhalten. Dazu sollten wir uns bewusst machen, was uns wirklich wichtig ist. Arrangieren wir uns dieses Jahr mit einem Miniformat? Feiern wir trotzdem mit allen und riskieren unsere und ihre Gesundheit? Ist es uns das wert?

Uns liegen schließlich nicht die Geschenke oder das Essen am Herzen, die können ersetzt werden. Unsere Liebsten können das aber nicht. Deshalb stehen sie, ihre Liebe und Gesundheit an erster Stelle.

Ganz besonders dieses Jahr sollten wir uns das sehr bewusst machen. Denn Liebe kann auch über die Ferne ausgedrückt werden.

~ Pia Benker